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Spieleplattform: Roblox-Aktie bricht ein

Die Aktie von Roblox verliert nach Quartalszahlen zeitweise mehr als 14 Prozent. Das Unternehmen nimmt bewusst Einbußen beim Geschäft in Kauf.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Roblox (Bild: Roblox)
Artwork von Roblox Bild: Roblox

Roblox nimmt nach eigenen Angaben bewusst Einbußen beim Geschäft in Kauf, um den Schutz vor allem jüngerer Nutzer zu verbessern. Anleger reagierten enttäuscht: Nach Vorlage der Quartalszahlen und des Ausblicks brach die Aktie nachbörslich zeitweise um mehr als 14 Prozent ein.

Das Unternehmen erwartet für das laufende Quartal niedrigere Buchungen als von Analysten prognostiziert und nennt dafür ausdrücklich neue Sicherheitsmaßnahmen sowie Änderungen am Empfehlungsalgorithmus. Reuters berichtet(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf den Quartalsbericht und Aussagen des Managements, dass diese Maßnahmen die Monetarisierung kurzfristig belasteten.

Finanzchef Naveen Chopra erklärte, der überarbeitete Empfehlungsalgorithmus zeige jüngeren Spielern häufiger neue oder dauerhaft verfügbare Spiele, die im Durchschnitt weniger Umsatz pro Spielstunde erzielten als besonders erfolgreiche Titel. Gleichzeitig weitete Roblox die Altersverifikation aus und schränkte den Chat zwischen Erwachsenen und Minderjährigen weiter ein.

Langfristige Trendwende erhofft

Der Druck auf das Unternehmen stieg zuletzt deutlich. Roblox sieht sich mit Klagen mehrerer US-Bundesstaaten, Kritik von Kinderschutzorganisationen und politischen Forderungen nach strengeren Regeln für den Schutz Minderjähriger konfrontiert. Die umgesetzten Änderungen sind Teil einer umfassenderen Sicherheitsstrategie.

Die Auswirkungen zeigen sich bereits in den Geschäftszahlen. Zwar stiegen die Buchungen im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 8 Prozent auf 1,56 Milliarden US-Dollar, die Zahl der täglich aktiven Nutzer legte auf 123 Millionen zu. Für das laufende Quartal blieb die Prognose jedoch unter den Erwartungen der Wall Street.

Trotz der kurzfristigen Belastung hält Roblox an seinem Kurs fest. Chopra bezeichnete die Auswirkungen auf die Monetarisierung als vorübergehend. Langfristig sollen eine sicherere Plattform und bessere Empfehlungen die Nutzer stärker binden und so auch das Wachstum wieder beschleunigen.


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