Spielemarkt: Vorbestellen trotz schlechter Gefühle
Laut einer Studie von Adobe Analytics steigen die Vorbestellungen von Spielen weiter an. Im laufenden Jahr hätten Käufer rund 24 Prozent mehr Spiele als im gleichen Vorjahreszeitraum geordert, bevor sie erhältlich gewesen sind. Das Umsatzwachstum mit den "Preorders" beträgt demnach sogar 36 Prozent; alle Daten beziehen sich auf den US-Markt.

Auffällig ist, dass Traurigkeit das Gefühl ist, das laut der Studie bei den meisten Käufern vorherrscht, wenn sie ein Spiel vorbestellen – immerhin bei 33 Prozent. Auf dem zweiten Platz folge Freude, allerdings mit 18 Prozent schon weit abgeschlagen, so Venture Beat(öffnet im neuen Fenster) .
In Foren gibt es immer wieder lautstarke Kritik an Vorbestelleraktionen und den damit verbundenen Extras, die zum frühen Kauf eines Spiels verführen wollen. Zuletzt hatte Square Enix darauf sogar reagiert und ein im US-Markt erhältliches Angebot für Deus Ex – Mankind Devided kundenfreundlicher gemacht.
Für die Publisher sind die Vorbesteller extrem wichtig. Schließlich kann ein Käufer, der sich früh entschieden hat, nicht so schnell wieder abspringen wie ein Kunde, der mit dem Kauf nur liebäugelt – was den Firmen unter anderem die langfristige Finanz- und Budgetplanung erheblich erleichtert. Außerdem sind eine hohe Anzahl von Online-Vorbestellungen ein gutes Argument für den Außendienst der Firmen, auch den stationären Handel zu hohen Abnahmen zu animieren.