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Spielekonsole von 1998: Sega Dreamcast bekommt Linux-Updates im Jahr 2026

Die Sega Dreamcast ist 1998 herausgekommen und unterstützt seit Jahren auch Linux. Offenbar wird der Linux-Kernel sogar noch mit Fixes versorgt.
/ Oliver Nickel
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Die Dreamcast war 1998 fortschrittlich, aber ein Flop. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Die Dreamcast war 1998 fortschrittlich, aber ein Flop. Bild: Martin Wolf/Golem

Als konventionelle Spielkonsole mag die Sega Dreamcast Ende 1998 ein Flop gewesen sein. Sie hat sich allerdings als interessante Linux-Plattform für diverse Bastler herausgestellt. Einer von ihnen, Dimitry Torokhov, hat nun sogar neue Fixes in die Treiber für Maus, Tastatur und Joystick eingeführt, wie das Magazin Phoronix(öffnet im neuen Fenster) berichtet. Die Komponenten sind Teil des Linux Kernel 7.2-rc3.

Die neuen Treiber beheben vor allem ein paar Bugs, durch die der Kernel abstürzen konnte. Einer von ihnen ist eine Null-Pointer-Dereferenzierung, die seit 2017 ein paar Probleme bereitet. Mit dem neuen Fix sollte das nicht mehr passieren. Das betrifft zudem vor allem die offizielle Dreamcast-Tastatur und die passende Maus. Sie konnten mit ihren proprietären Analogsteckern jeweils an einen der Controller-Ports angeschlossen werden. Die Dreamcast, die standardmäßig mit einem passenden Modem kam, wurde deshalb auch oft als Websurfing-Terminal genutzt.

Linux und Windows CE auf einer Konsole

Eine Linux-Distribution lässt sich vor allem in Form eines bootbaren Mediums auf CD-R brennen und über das Dreamcast-Laufwerk einlesen. Auch basiert der verbaute Hitachi SH-4-Prozessor auf der SuperH-Architektur, die vom Linux-Kernel unterstützt wird. So lassen sich etwa Distributionen wie Debian auf der Spielekonsole booten.

Sega Dreamcast (1999) – Golem retro
Sega Dreamcast (1999) – Golem retro (15:39)

In den meisten Fällen wird aber auf eine GUI verzichtet, da die Dreamcast nur begrenzte Ressourcen, etwa 16 MByte RAM, zur Verfügung hat. Seit Anfang der 2000er-Jahre wurde die Konsole etwa als einfacher Netzwerkrouter oder für Hardware-Experimente genutzt.

Die Dreamcast konnte zudem Windows CE ausführen, das 1999 von Microsoft sogar offiziell mit Toolkits unterstützt wurde(öffnet im neuen Fenster). Die daraus gewonnenen Erfahrungen flossen später in Microsofts eigenes Konsolenprojekt: Die originale Xbox von 2001.


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