Spielekonsole: Nächstes Nintendo-System mit AMD-Chip
Nintendos Shigeru Miyamoto hatte letzte Woche verkündet , mehrere Teams würden an Ideen für neue Hardware-Systeme arbeiten. Konkret dürfte der Wii-U-Nachfolger gemeint sei, für den AMD die Technik liefern wird: Finanzchef Devinder Kumar bestätigte(öffnet im neuen Fenster) bereits Anfang Dezember einen Gaming-Chip für ein 2016 in den Handel kommendes System.
Konkret sprach Kumar von zwei Design Wins für AMDs Semi-Custom -Abteilung. Diese entwickelt gemeinsam mit Kunden speziell auf deren Wünsche zugeschnittene Systems-on-a-Chip, wie in Microsofts Xbox One und Sonys Playstation 4. Einer der beiden Design Wins basiert auf der ARM-Technik, der andere beinhaltet x86-Prozessorkerne.
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Theoretisch könnte AMD für Nintendo einen Handheld-Chip mit ARM-Architektur und Radeon-Grafikeinheit ähnlich dem Tablet-SoC Amur entwickelt haben, wahrscheinlicher aber ist eine reine ARM-CPU für einen Server-Kunden. Kumar erwähnt im Nachsatz seiner Design-Win-Ankündigung eine "game console" , was für den Wii-U-Nachfolger und x86-Technik spricht.
Die zentrale Hardware der aktuellen Nintendo-Konsole ist ein Multi-Chip-Module mit einer Dreikern-CPU von IBM und einem Grafikprozessor von AMD mit 32 MByte integriertem Embedded-DRAM. In der nächsten Konsole halten wir bis zu vier Puma(+)-Kerne und eine kleine GCN-Grafikeinheit für wahrscheinlich, also schwächere Hardware als in den Systemen von Microsoft und Sony.
Anders als diese beiden könnte Nintendo das System-on-a-Chip gleich im planaren 20- oder im neueren 16/14-Nanometer-FinFET-Prozess fertigen lassen. Die letzten Jahre zogen es die Japaner aber vor, ein älteres und günstigeres Verfahren einzusetzen.
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