Spielekonsole: Microsoft will Xbox One ein Jahrzehnt am Leben erhalten

In seiner gestrigen Keynote-Ansprache auf der Eurogamer Expo 2013, die vom 26. bis zum 29. September 2013 in London stattfindet, hat Phil Harrison, seines Zeichens Vizepräsident des Interactive Entertainment Teams bei Microsoft, angekündigt, die Xbox One soll eine "mehr als zehnjährige Marktpräsenz" bieten. In dieser Zeitspanne möchten die Redmonder die Spielekonsole kontinuierlich verbessern und auf dem aktuellen Stand halten, so Harrison im weiteren Verlauf seiner Rede, vor allem die Cloud-Funktion soll im Laufe der Jahre wichtiger werden.
Im Falle der Xbox One wird Microsoft in Zukunft höchstwahrscheinlich einen ähnlichen Weg gehen wie bei der Xbox 360 und das SoC der neuen Konsole in kommenden Fertigungsprozessen bauen lassen - somit wird das System für den Hersteller mit der Zeit immer rentabler. Durch die steigende Verbreitung schneller Internetanschlüsse kann zudem die Cloud-Funktion ausgebaut und mehr externe Rechenleistung genutzt werden.
Ein Beispiel und beim Launch der Xbox One verfügbar ist Drivatar , eine künstliche Intelligenz in Forza 5. Diese wird auf Basis des Fahrverhaltens des Spielers generiert und in die Cloud geladen, andere Forza-Raser können dann gegen dieses virtuelle Alter Ego statt gegen die mitgelieferte KI des Rennspiels antreten.

Unterm Strich dürfte der Xbox One ein ähnlich langes Leben bevorstehen wie der Xbox 360. Deren Unterstützung wird laut Yusuf Mehdi bis 2016 gegeben sein(öffnet im neuen Fenster) , dies kündigte Microsofts Marketingchef auf der Citi Global Technology Conference(öffnet im neuen Fenster) Anfang September an. Der Verkauf der Xbox 360 startete im November 2005, bis 2016 ist die Konsole somit elf Jahre am Markt.
Im Laufe der Jahre konnte Microsoft das Spielesystem immer kostengünstiger herstellen - aus der zu Beginn subventionierten Konsole ist somit selbst aus Hardwaresicht ein mittlerweile profitables Produkt geworden. Statt zwei im 90-nm-Verfahren gefertigter Chips (CPU und GPU) bei der intern Xenon genannten originalen Xbox nutzt die aktuelle 360 S nur noch ein SoC basierend auf dem 45-nm-Prozess. Das ermöglicht eine simplere Platine, ein schwächeres Netzteil und eine günstigere Kühlung - zudem tritt der berüchtigte "Red Ring of Death" kaum noch auf.



