Von Wolfenstein bis Thimbleweed Park...

So richtig sauer war die Community über die Mikrotransaktionen in Star Wars Battlefront 2. Publisher Electronic Arts hatte neben den Lootboxen an sich schlicht noch ein paar weitere Fehler gemacht: So hatten Betatester von Battlefront 2 schon frühzeitig einen Eindruck davon, wie die Mikrotransaktionen funktionieren würden, und konnten zeitig und mit Substanz Kritik üben. Dazu kam, dass es EA einfach übertrieben hatte - und das auch noch in einem Star-Wars-Spiel, wo man sich ohne ständige Erinnerung ans liebe Kleingeld auf die Welt der Sternenkrieger einlassen möchte.

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Einen Tag vor der Veröffentlichung machte EA nach dem Proteststurm die Bezahlinhalte kostenlos zugänglich - auf Druck von Disney, wo man wohl einfach genug von den Negativschlagzeilen hatte. Inzwischen beschäftigt sich sogar die Politik mit dem Thema, auch in den USA und Deutschland. Derzeit ist unklar, ob die Mikrotransaktionen in Battlefront 2 wieder aktiviert werden.

Neben den genannten Blockbustern gab es natürlich noch sehr viele kleine, mittelgroße und große Titel, die zu spielen sich lohnt: Etwa das schöne Retroadventure Thimbleweed Park, das spektakulär brutal in Szene gesetzte Wolfenstein 2, Rennspiele wie Project Cars 2 oder Forza Motorsport 7, Fifa 18 oder das gelungene Horror-Actionspiel The Evil Within 2. Es wird spannend sein herausfinden, welches Spiel sich insgesamt im Jahr 2017 am besten verkauft haben wird. Wir tippen mal, dass es Call of Duty erneut schafft - das im Zweiten Weltkrieg angesiedelte WW2 hat zwar in Tests nur mittelprächtig abgeschnitten, aber bislang stimmen die Absatzzahlen wohl.

Kein so tolles Jahr war 2017 für die Fans von neuer Gaming-Hardware. Sie konnten ihr Geld natürlich für die Switch, ansonsten aber nur für neue Grafikkarten von Nvidia oder AMD sowie für die mit viel Aufwand beworbene "leistungsstärkste" Konsole ausgeben, die Xbox One X (Test) von Microsoft. Das Ding hat tatsächlich ordentlich Power, aber so richtig viel anfangen können damit eigentlich nur Besitzer von relativ großen und teuren 4K- und HDR-Bildschirmen - alle anderen spielen auch nicht viel besser als mit der Standardkonsole.

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Eher ein Übergangsjahr war 2017 aus Sicht von Virtual- und Augmented-Reality-Interessierten. Grundlegend neue Technologien haben die Hersteller nicht vorgestellt. Langfristig am wichtigsten sind wohl die Angebote rund um das Mixed-Reality-Programm von Microsoft, das aber in der Spieleszene noch nicht recht angekommen zu sein scheint - da liegen Playstation VR, Oculus Rift und HTC Vive nach wie vor vorne.

Ähnlich unaufgeregt verlief das Jahr auch aus Sicht von E-Sport-Fans. Klar, es gab Turniere mit grandiosen Spielen und die Szene wächst weiter. Immerhin konnten Team Liquid, die Gewinner von The International, für ihren Sieg im Sommer 2017 fast elf Millionen US-Dollar einsacken. Aber ganz große Überraschungen oder neue Erfolgsformate waren etwas rarer als in den Jahren zuvor. Das dürfte sich 2018 allerdings ändern - auch, weil Pubg dann ja immer öfter bei größeren Turnieren mit packenden Battle-Royal-Partien aufwarten dürfte.

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