Lotterie und Let's Player

Valve genießt aber auch in der deutschen Entwicklerszene derzeit nicht mehr den glänzenden Ruf vergangener Tage. Das Problem: Steam ist längst der mit riesigem Abstand wichtigste Vertriebskanal für PC-Spiele. Das Portal entscheidet deshalb speziell bei vielen deutschen Herstellern, die erst vorsichtig ihre Fühler in Richtung Konsolen ausstrecken, über Gewinn oder Verlust. Allerdings gibt es seit ein paar Monaten ein massives Überangebot an Neuheiten, so dass selbst etablierte Entwickler mit dem Problem der Auffindbarkeit kämpfen. Sprich: Selbst tolle Spiele wie Silence von Daedalic gehen in der Masse des Angebots unter.

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Auch bei den Konsolen hat sich 2016 Erstaunliches getan. Mit der Playstation 4 Pro gibt es zum ersten Mal überhaupt eine Art Upgrade-Gerät: etwas schneller als die klassische PS4 - aber vollständig kompatibel. Das Leistungsplus reicht zwar nicht für natives 4K-Gaming aus, aber dank fortschrittlicher Grafikalgorithmen ist der Unterschied kaum zu sehen. Wer die hohen Auflösungen auf seinem Monitor nicht verwenden kann, bekommt bei vielen Spielen immerhin ein minimal besseres Bild, etwa durch weniger Kantenflimmern.

Konsolenkauf ist auch wegen der Pro derzeit so - vergleichsweise - komplex wie selten zuvor. Von der Playstation gibt es neben dem leistungsstärksten Modell noch die klassische Version sowie die Slim-Ausgabe. Auch Microsoft hat von seiner Xbox One nun eine dünnere und kleinere Alternative im Angebot, die sogar hochaufgelöste Filme auf Blu-ray unterstützt, was dem Gerät zu einem größeren Abverkauf als erwartet verholfen hat. Nintendo hingegen hat in Japan bereits den Produktionsstopp für die gescheiterte Wii U verkündet und im November 2016 die Hybridkonsole Switch vorgestellt, die im März 2017 erscheinen soll.

Eines fällt bei all diesen spannenden Entwicklungen auf: Es hat 2016 erstaunlich wenige politische, gesellschaftliche oder kulturelle Debatten rund um die Welt der Games gegeben. Weder wurden die Gamergate-Diskussionen etwa über das Frauenbild der Branche allzu engagiert fortgesetzt, noch gab es besondere Auseinandersetzungen um Jugendschutz oder Ähnliches. Erst ganz zum Jahresende hat in Deutschland die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler mit ihrer Forderung für Gesprächsstoff gesorgt, dass auch der Suchtfaktor von Computerspielen in die USK-Freigaben einfließen sollte.

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Neben Gamergate haben auch andere größere Themen der letzten Jahre nur kleine Rollen gespielt. E-Sport war 2016 kein echter Aufreger, das Großturnier The International etwa war so langweilig wie selten zuvor. Auch sonst scheint die Szene trotz nach wie vor hohen Besucherzahlen bei Events wenig bewegt zu haben - allerdings könnte es gut sein, dass es nach der aktuellen Konsolidierungsphase im Jahr 2017 wieder steiler nach oben geht.

Ähnlich sieht es im Bereich der Let's Player aus. Bei den ganz großen nationalen (Gronkh) und internationalen (Pewdiepie) Stars läuft das Geschäft offenbar weiterhin bestens. Aber schon die zweite Reihe (alle anderen) hat gegenüber Trendthemen wie Pranks und Challenges auf Youtube das Nachsehen. Aber wer weiß: Vielleicht liegt das auch nur daran, dass mit Pokémon Go ausgerechnet das aufsehenerregendste Game 2016 denkbar schlecht für Let's Plays vom heimischen Sofa geeignet ist.

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