Heimliche Welterfolge

Neben Pokémon Go und Clash Royale gab es auch traditionelle Games von hoher Qualität, die sehr erfolgreich waren. Anfang des Jahres 2016 hat Ubisoft mit dem in New York angesiedelten The Division die Hardcoregamer begeistert und im Sommer erzählte Naughty Dog rund um Nathan Drake in Uncharted 4 eine tolle Geschichte, während Doom uns in furiose Gefechte in der Hölle versetzt hat.

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Im Herbst waren dann erneut die klassischen Reihen dran: Battlefield 1 schickte Spieler in teils riesige Gefechte im Ersten Weltkrieg, Titanfalls 2 lieferte eine originelle und stellenweise sogar witzige Kampagne ab und sogar Call of Duty mit den galaktischen Abenteuern von Infinite Warfare sorgte für Überraschungen und vor allem Spaß.

Gleich zwei Titel haben versucht, mit einem für Blockbuster ungewohnt jugendlichen Tonfall neue Zielgruppen zu erreichen: Watch Dogs 2 mit einer Gruppe junger Hacker und Final Fantasy 15 mit einem stark an Boybands erinnernden Heldenquartett. Bei den Kritikern kam das wegen vieler Übertreibungen und unglaubwürdiger Figuren nicht nur gut an. Aber immerhin hat sich mal jemand getraut, andere Szenarios als klassische Fantasy oder Elitesoldaten auszuprobieren!

Wirklich schlecht lief es dagegen für das in einem prozeduralen Universum angesiedelte No Man's Sky des britischen Entwicklerstudios Hello Games. Bei vielen Käufern löste das Weltraumspiel zuerst große Begeisterung aus. Nach zehn Stunden und ein paar Dutzend Planeten sah die Sache dann aber oft anders aus, weil der Anblick der immer gleichen Elemente irgendwann nervte und auch spielerisch die Abwechslung fehlte. Bei vielen Anwendern dürfte No Man's Sky sehr weit oben auf der Liste der schlechtesten Spiele 2016 landen. Immerhin hat Hello Games kurz vor Jahresende noch ein Update mit Basisbau und einer Reihe weiterer sinnvoller Neuerungen veröffentlicht.

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Für Negativschlagzeilen hat 2016 auch Valve gesorgt. Dabei ging es nicht (nur) darum, dass die Firma offensichtlich keine Lust auf ein Half-Life 3 oder ein Portal 3 hat, sondern stattdessen mit Steam ohne großen Aufwand Millionen scheffelt. Auch kam der Vorwurf des illegalen Glücksspiels rund um sogenannte Waffenskins auf, mit denen findige Geschäftemacher viel Geld verdienen konnten. Eines von vielen Problemen dabei: Unter anderem in den USA - Valve hat seinen Sitz in Seattle - ist das in dieser Form verboten.

Nachdem einige Geschädigte Klage eingereicht hatten, reagierte Valve relativ schnell und konsequent und ließ das Geschäft durch seine Anwälte stoppen. Was aus den Klagen wird, ist unklar, über die Rechtsstreits war schon länger nichts mehr zu hören.

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