Spieleentwicklung: Manche Bugs mussten im Remake von Demon's Souls bleiben

Wenn Fehler korrigiert werden können, werden sie korrigiert - sollte man meinen. Bei dem Ende 2020 für die Playstation 5 veröffentlichten Remake von Demon's Souls war das anders. "Es gibt Bugs, die Bestandteil eines Spiels werden" , sagte Kreativchef Gavin Moore von Sony auf der virtuellen Game Developers Conference(öffnet im neuen Fenster) .
Moore hat während der rund dreijährigen Entwicklungszeit zusammen mit Bluepoint Games an der Neuauflage gearbeitet. "Wir sind die Liste mit den Bugs fast jeden Tag durchgegangen und haben diskutiert, welche gefixt werden und welche die Community behalten möchte" , erklärte er.
"Außerdem haben wir viel Recherche betrieben, um herauszufinden, über welche Bugs die Spieler sich austauschen."
Bei der Neuauflage des ursprünglich 2009 für die Playstation 3 veröffentlichten Klassikers stand das Team nach Angaben von Gavin Moore mehrfach vor der Frage, wie die richtige Mischung aus Überarbeiten und Bewahren aussieht.
Dabei ist es bei dem Remake so, dass im Kern die gleiche Spielemechanik abläuft wie beim Original - darüber wurde letztlich die neue, von Bluepoint selbst programmierte Engine gestülpt. Das Team habe die erste Zeit auf PCs gearbeitet und sei erst mit dem Eintreffen der Dev Kits auf die eigentliche Programmierumgebung für die Playstation 5 umgestiegen, erklärte Moore.
Viele wesentliche Elemente der Spielmechanik mussten ihm zufolge in jedem Fall unverändert bleiben. Dazu gehörten nach seinen Angaben die Timed Attacks, die künstliche Intelligenz der Computergegner sowie alle Bewegungen - "Wir haben viele Wochen mit Motion-Capture-Sessions verbracht, um das genau hinzubekommen" , erzählte der Entwickler.

Eine der größten Herausforderungen sei die Anpassung an den Dualsense gewesen, also an das Gamepad der Playstation 5. "Anfangs hatten wir überhaupt keine Ahnung, was wir mit dem neuen Controller tun sollen" , sagte Moore. Erst als die ersten Prototypen angekommen seien, habe das Team die Möglichkeiten nach und nach entdeckt.
"Haptik ist schwierig, weil Sound und Vibrationen zu den Vorgängen auf dem Bildschirm passen müssen" . Das Team habe dann entschieden, vor allem die Schläge während der Kämpfe möglichst vorsichtig spürbar zu machen.
Selbst wenn einige Bugs im Spiel geblieben sind: Moore findet, dass es im Remake von Demon's Souls ( Test auf Golem.de ) weniger Frustmomente gibt.
Die stammen seiner Ansicht nach beim Original nämlich vor allem aus den langen Ladezeiten nach dem Ableben. Dank schneller SSD hätten es Spieler zumindest in diesem Punkt auf der Playstation 5 wesentlich einfacher.



