Abo
  • Services:
Anzeige
Jens Hilgers hat die ESL gegründet und gilt als E-Sport-Veteran.
Jens Hilgers hat die ESL gegründet und gilt als E-Sport-Veteran. (Bild: Dojo Madness)

Spieleentwicklung: "Free-to-Play ist das beste Geschäftsmodell für E-Sport"

Jens Hilgers hat die ESL gegründet und gilt als E-Sport-Veteran.
Jens Hilgers hat die ESL gegründet und gilt als E-Sport-Veteran. (Bild: Dojo Madness)

Free-to-Play-Spiele seien die besseren E-Sport-Titel, findet Branchenveteran Jens Hilgers. Im Gespräch mit Golem.de erklärt er, was ein gutes E-Sport-Spiel ausmacht, und warum Activision mit Call of Duty den falschen Weg geht.

Anzeige

League of Legends, Counter-Strike: Global Offensive und Dota 2 sind laut Raptr-Statistik die am meisten gespielten Titel des Monats Mai 2015. Und sie sind allesamt erfolgreiche E-Sport-Spiele. Deswegen versuchen immer mehr Entwicklerstudios, Spiele für den stark wachsenden E-Sport-Markt zu entwickeln. Free-to-Play sei da das beste Geschäftsmodell, erklärt Jens Hilgers, unter anderem Gründer von Turtle Entertainment und ehemaliger Giga-TV-CEO, im Gespräch mit Golem.de. Wir haben mit ihm auf der ESL One in Frankfurt über die Entwicklung von E-Sport-Spielen gesprochen und nach Gründen für deren Erfolg gesucht.

"Von Anfang an sollte dem Entwickler klar sein: Dieses Spiel wird ein E-Sport-Titel werden", betont Hilgers gleich zu Beginn des Gesprächs. Nur so könne ein Spiel erfolgreich sein. "Entwickler können nicht einfach mal hier und mal da einen E-Sport-Bestandteil wie einen Spectator-Modus hinzufügen. So wird das Spiel gnadenlos in der E-Sport-Szene untergehen."

Spiele müssten, um eine Chance zu haben, auf allen Prinzipien des E-Sports basieren: Entwickler sollten auf eine ausgewogene Game-Balance und eine gewisse strategische Tiefe des kompetitiven Multiplayers achten, was von vielen Entwicklern aber unterschätzt werde. Wichtig seien eine für Zuschauer angenehme Spielzeit zwischen 20 und 40 Minuten, ein Spectator-Modus mit zahlreichen Optionen, ein gutes Matchmaking-System und vor allem zuverlässige Anti-Cheat-Maßnahmen. "Es sind bereits viele Spiele daran gescheitert, dass nur einer der Aspekte von den Entwicklern vernachlässigt wurde", sagt Hilgers.

Patches bergen meist neue Herausforderungen

Um sich in der Szene langfristig zu etablieren, müssten sich die Spiele aber auch weiterentwickeln und verändern. "Eine massive Unterstützung seitens der Entwickler auch nach dem Release des Spiels ist sehr wichtig", erklärt Hilgers. Die Game-Balance müsse mit Patches immer weiter optimiert werden. Und auch neue Spielelemente seien wichtig, um die Profi-Spieler vor neue Herausforderungen zu stellen und das Geschehen damit auch für die Zuschauer spannender zu gestalten.

Hervorragend findet Hilgers League of Legends und Dota 2. So hat sich etwa nach dem letzten Dota-2-Patch einiges für die E-Sportler geändert: Die überwiegend von asiatischen Teams genutzte Spielweise mit zwei Supportern und drei Carrys ist seit dem Update nicht mehr so wirkungsvoll - neue Taktiken setzten sich durch.

Am besten lasse sich eine solche kontinuierliche Entwicklung umsetzen, wenn auf Free-to-Play als Geschäftsmodell für das Spiel gesetzt werde. "Free-to-Play bedeutet nämlich: Ich habe ein Spiel, das verändere ich mit der Zeit und monetarisiere es eher nach hinten raus", sagt Jens Hilgers. "Free-to-Play-Spiele leben davon, immer wieder neue Inhalte zu integrieren und motivieren den Spieler langfristig."

Call of Duty hat großes Potenzial

Klassische Retail-Spiele hätten es eher schwer. So versucht etwa Activision, spätestens mit dem Release von Advanced Warfare das Call-of-Duty-Franchise im E-Sport zu etablieren - in den USA klappt das ganz gut, unter den klassischen E-Sport-Enthusiasten findet es aber kaum Beachtung.

"Activision macht in letzter Zeit einiges richtig, so richtig durchsetzen wird es sich mit dem aktuellen Geschäftsmodell aber nicht. Mit Call of Duty hat Activision die Herausforderung, dass es ein jährlich erscheinendes Franchise ist - so etwas ist nicht richtig E-Sport-kompatibel", sagt Hilgers. Der Shooter sei zu kurzlebig: Die Fortsetzungen seien immer ein neues Spiel, auch wenn sie den Vorgängern stark ähnelten. Das sei eine zu große Umstellung für Spieler und Zuschauer. "Sollte Activision sein Geschäftsmodell anpassen, hat Call of Duty ein riesiges Potenzial. Bis dahin sehe ich aber die meisten Free-to-Play-Titel im Vorteil."


eye home zur Startseite
Moe479 15. Jul 2015

kommt sicherlich darauf an, bei arma z.b. hat man dazu gesagt, das das ding eigentlich...

daarkside 09. Jul 2015

Good morning Cpt.!

diclonyuus 09. Jul 2015

"League of Legends, Counter-Strike: Global Offensive und Dota 2 sind laut Raptr...

hollywoot 08. Jul 2015

"Free-to-Play bedeutet nämlich: Ich habe ein Spiel, das verändere ich mit der Zeit und...

Menplant 07. Jul 2015

(interessiert jetzt einen Tag später wahrscheinlich eh keinen mehr) aber es ist trotzdem...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Werner Sobek Group GmbH, Stuttgart
  2. IFS Deutschland GmbH & Co. KG, Erlangen
  3. MediaMarktSaturn IT Solutions, Ingolstadt
  4. Panasonic Industrial Devices Europe GmbH, Lüneburg


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Unter dem Sand, The Neon Demon, Union Pacific)
  2. (u. a. Hawaii Five-0, Call the Midwife, Blue Bloods)
  3. (u. a. Zoomania Blu-ray 11,97€, Die Schöne und das Biest Blu-ray 9,97€, The Jungle Book Blu...

Folgen Sie uns
       


  1. Super Mario Run

    Nintendo bleibt trotz Enttäuschung beim Bezahlmodell

  2. Samsung

    Galaxy Note 7 wird per Update endgültig lahmgelegt

  3. The Ringed City

    From Software zeigt Abschluss von Dark Souls 3 im Trailer

  4. Dieter Lauinger

    Minister fordert Gesetz gegen Hasskommentare noch vor Wahl

  5. Die Woche im Video

    Cebit wird heiß, Android wird neu, Aliens werden gesprächig

  6. Mobilfunkausrüster

    Welche Frequenzen für 5G in Deutschland diskutiert werden

  7. XMPP

    Bundesnetzagentur will hundert Jabber-Clients regulieren

  8. Synlight

    Wie der Wasserstoff aus dem Sonnenlicht kommen soll

  9. Pietsmiet

    "Alle Twitch-Kanäle sind kostenpflichtiger Rundfunk"

  10. Apache-Lizenz 2.0

    OpenSSL plant Lizenzwechsel an der Community vorbei



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Mobile-Games-Auslese: Würfelkrieger und Kartendiebe für mobile Spieler
Mobile-Games-Auslese
Würfelkrieger und Kartendiebe für mobile Spieler

Hannover: Die Sommer-Cebit wird teuer
Hannover
Die Sommer-Cebit wird teuer
  1. Ab 2018 Cebit findet künftig im Sommer statt
  2. Modell 32UD99 LGs erster HDR-Monitor mit USB-C kommt nach Deutschland
  3. Cloud-Computing Open Source Forum der Cebit widmet sich Openstack

Live-Linux: Knoppix 8.0 bringt moderne Technik für neue Hardware
Live-Linux
Knoppix 8.0 bringt moderne Technik für neue Hardware

  1. Re: Ich kenn die Preis bei euch nicht

    tokiox | 09:19

  2. Re: Betonköpfe

    Sharra | 09:14

  3. Re: Da das Problem der Akku ist...

    Sharra | 09:11

  4. Das wird lustig... deutsche Kleingeister vs...

    schnedan | 09:07

  5. Re: Ist eine im Internet verbreitetete Sendung...

    Clouds | 09:03


  1. 15:20

  2. 14:13

  3. 12:52

  4. 12:39

  5. 09:03

  6. 17:45

  7. 17:32

  8. 17:11


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel