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Besucher der E3 2013
Besucher der E3 2013 (Bild: David McNew/Reuters)

Ein öffentlicher Pitch hat es in sich

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Hat man diese Hürde genommen, steht die nächste an: Was ist mit dem Fiskus? Irgendwie müssen die Gelder aus den USA ja zum Entwickler nach Deutschland kommen. Hält Herr Schäuble die Hand auf? Wie hoch sind die Steuern? Welche Steuern? Wie hoch sind die laufenden Kosten für das Unternehmen in den USA und die logistischen Leistungen? Ist der Cut von Kickstarter und Amazon berücksichtig? Alles Fragen, die vorher geklärt werden sollten - auch hier bedeutet das erst einmal: Investition von Geld und Zeit. Steuerberater und Anwälte wollen schließlich auch leben.

Zudem sind die Anforderungen an einen öffentlichen Pitch gewaltig: Euer Konzept sollte mit Videomaterial und möglichst guten Szenen aus dem Spiel oder wenigstens einer Tech-Demo bestehen. Was bietet ihr an Goodies für verschiedende Backertypen? Ist die Produktion dieser Sachen geklärt? Sind die Kosten sauber berechnet? Wie sieht der Plan bei einer "Übererfüllung" des aufgerufenen Volumens aus? Reflektiert der Featureumfang die verschiedenen Finanzierungsabschnitte? Was macht der Entwickler, wenn er plötzlich fünfmal so viel Geld einnimmt wie vorgesehen?

Crowdfuning mit Tausenden von Publishern

Wer sich für die Crowdfinanzierung entscheidet, wird von den Tausenden Fans ständig unter die Lupe genommen - und nicht nur von einem Gremium aus fünf Leuten bei einem Publisher. Jede Aktion, jedes Posting, jedes Argument, jede Kritik, jede Anregung wird von Fans gesehen und bewertet - und einmal losgetreten, gibt es kein Zurück. An Kritik und Risiken mangelt es nicht: Beispiel Tim Schäfer, der nun in der Schusslinie steht, weil das Spiel trotz saftiger Finanzierung nicht rechtzeitig und im geplanten Umfang fertig wird. Oder Richard Garriott, dem teilweise vorgeworfen wird, er könnte doch locker das Projekt aus dem Privatvermögen bestreiten - nur, wer kennt Richards private finanzielle Situation wirklich genau? Hat er Millionen auf dem Konto? Wenn ja, was würden wir an seiner Stelle tun? Das gesamte persönliche Vermögen möglicherweise in den Sand setzen? Oder nur einen Teil riskieren?

Insgesamt finde ich diese Diskussion, ob ein angeblicher Millionär selbst in die Tasche greifen sollte, etwas unfair. Unberechtigt finde ich auch die Kritik, die "bekannten alten Herren" nähmen den wahrlich bedürftigen Indies das Geld weg. Für mich als Backer sollte es zunächst einmal unerheblich sein, wer das Spiel macht: Der Pitch muss überzeugen. Was allerdings stimmt: Die Stars von vorgestern bekommen erheblich mehr Presse als der unbekannte Entwickler von nebenan.

Zurück zum Pitch: Läuft die Kampagne und die ersten Backer zahlen ein, kann sich der Entwickler keinesfalls entspannt zurücklehnen. Im Gegenteil: Die Meute will Futter. Regelmäßige und vor allem gehaltvolle Updates über den Stand der Entwicklung sind zwingend erforderlich. Eine Sisyphos-Aufgabe, die natürlich bei der Entwicklungsplanung mitberücksichtigt werden sollte. Mindestens einmal pro Woche sollte ausführlich berichtet werden. Chris Hülsbeck beispielsweise wurde schon angemeckert, weil er so wenig über den Fortschritt seines Projektes berichtet.

 Exit-Strategie für den EntwicklerPlan B? 

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zZz 24. Sep 2013

schön, dass es dich noch gibt. ein alter powerplay leser

EqPO 16. Aug 2013

Das lernt man schon bei der ersten Projektarbeit in der Schule. Was war da jetzt einen...

Hotohori 14. Aug 2013

Ja, perfekt war es nicht, aber das Gameplay war sehr solide, die Atmosphäre und...

herzmeister 14. Aug 2013

Für die Entwickler schon. ;)

Dumpfbacke 13. Aug 2013

Dann musst du eben Politiker oder Schauspieler werden. Nichts leisten, aber Geld wie Sau...



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