Abo
  • Services:

Produktpolitik des Publishers

Die nächste Frage im Raum: Warum kauft ein Publisher überhaupt Spiele ein? Dafür kann es, je nach Professionalität des Publishers, mehrere Gründe geben: zum Beispiel der spontane Einkauf. Wer schon einen fertigen Titel hat, ist ihn meistens vorher schon nicht losgeworden, oder der alte Publisher hat das Spiel abgesägt (aus verschiedenen Gründen). Das weiß auch der neue Publisher und kauft euch das Spiel - aber dazu muss es fertig sein - besonders billig ab. Besser, zumindest preislich, ist der zwanghafte Einkauf: Das Produktportfolio weist Lücken auf, Quartalszahlen stehen bevor, die Vertriebsmannschaft dreht Däumchen - der Publisher muss noch dringend einige Titel dazukaufen, um zum Beispiel die Aktionäre glücklich zu machen. Leider steht auch dahinter keine echte Planung und der Titel leidet drunter, denn die Unterstützung des Publishers wird nur marginal sein.

Stellenmarkt
  1. ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, Fürstenfeldbruck
  2. MDK Baden-Württemberg Medizinischer Dienst der Krankenversicherung, Lahr

Interessant wird für alle Beteiligten der strategisch orientierte Einkauf. Hier geht es darum, beispielsweise ein Genre zu besetzen, Marktanteile zu gewinnen, vorher nicht bediente Plattformen zu belegen oder eine IP zu erweitern beziehungsweise wiederzubeleben. Es kann natürlich sein, dass eure eigentliche Idee zu Grabe getragen wird und ihr eine Auftragsarbeit macht. Aber das ist ein Hebel, bei dem ein Entwickler ansetzen kann: Publisher A hat ein Rollenspiel und könnte eine zweite Serie vertragen. Oder er hat einen Titel X auf der einen Plattform, aber nicht auf einer anderen.

Ein hervorragendes Beispiel hierfür ist Ubisoft, das mit Nachhaltigkeit und Planung seine Marken weiter ausbaut. Ob Silent Hunter Online oder Might & Magic X: Legacy: beides Spiele, die von kleineren, aber erfahrenen Entwicklern vorangetrieben werden. Die Frage, die ich mir als Entwickler stellen würde: Wie sieht denn die Strategie etwa von Ubisoft auf mobilen Endgeräten aus? Würde ein solides Konzept für ein Might & Magic auf iPad gut ankommen? Möglich.

Nicht drängeln!

Zurück zur Idee des Entwicklers. Nehmen wir mal an, ihr habt es geschafft und auf einer Messe oder durch einen Bekannten in der Branche einen der Entscheidungsträger der Firma Y getroffen. Zum Beispiel den Einkäufer, den Scout oder sogar den Chef persönlich. Eure Dokumente sind in makellosem Zustand, erstes Interesse wurde auf der Messe bekundet. Das bedeutet erstmal... rein gar nichts. Bei einem normalen Publisher gehen in der Regel 40 Pitches oder auch deutlich mehr im Monat ein. Wenn der Entwickler dem Publisher die Unterlagen durch das Zustandekommen eines persönlichen Kontaktes geschickt hat, ist es schon ein Schritt in die richtige Richtung. Eine Initiativ-Einreichung liegt erst mal auf dem Stapel mit den anderen tollen Ideen. Was nun garantiert bei der Entscheidungsfindung nicht hilft, ist die tägliche E-Mail-Anfrage bei der Kontaktperson nach dem Stand der Dinge.

Je nach Publisher bekommt ihr nach einigen Wochen oder erst Monaten eine formelle Absage, bei guten Publishern auch noch mit einer soliden Begründung, warum der Titel nicht genommen wurde. Oder ihr hört nie wieder etwas von ihm - das passiert öfter, ist aber in der Regel nicht böse gemeint.

 Free-to-Play und das GeschäftsmodellProfis und begeisterte Amateure 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7. 6
  8. 7
  9.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 79,90€ + 5,99€ Versand (Vergleichspreis ca. 116€)
  2. 55,11€ (Bestpreis!)
  3. (aktuell u. a. Seagate Expansion+ Desktop 4 TB für 88€, Seagate Backup Plus Hub 6 TB für...
  4. 17,49€

zZz 24. Sep 2013

schön, dass es dich noch gibt. ein alter powerplay leser

EqPO 16. Aug 2013

Das lernt man schon bei der ersten Projektarbeit in der Schule. Was war da jetzt einen...

Hotohori 14. Aug 2013

Ja, perfekt war es nicht, aber das Gameplay war sehr solide, die Atmosphäre und...

herzmeister 14. Aug 2013

Für die Entwickler schon. ;)

Dumpfbacke 13. Aug 2013

Dann musst du eben Politiker oder Schauspieler werden. Nichts leisten, aber Geld wie Sau...


Folgen Sie uns
       


PC Building Simulator - Test

Der PC Building Simulator stellt sich im Test als langweiliges Spiel, aber gutes Product Placement heraus - inklusive falscher Informationen und Grafikfehlern.

PC Building Simulator - Test Video aufrufen
Dell XPS 13 (9370) im Test: Sehr gut ist nicht besser
Dell XPS 13 (9370) im Test
Sehr gut ist nicht besser

Mit dem XPS 13 (9370) hat Dell sein bisher exzellentes Ultrabook in nahezu allen Bereichen überarbeitet - und es teilweise verschlechtert. Der Akku etwa ist kleiner, das spiegelnde Display nervt. Dafür überzeugen die USB-C-Ports, die Kühlung sowie die Tastatur, und die Webcam wurde sinnvoller.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ultrabook Dell hat das XPS 13 ruiniert
  2. XPS 13 (9370) Dells Ultrabook wird dünner und läuft kürzer
  3. Ultrabook Dell aktualisiert XPS 13 mit Quadcore-Chip

Datenverkauf bei Kommunen: Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen
Datenverkauf bei Kommunen
Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen

Der Städte- und Gemeindebund hat vorgeschlagen, Kommunen sollten ihre Daten verkaufen. Wie man es auch dreht und wendet: Es bleibt eine schlechte Idee.
Ein IMHO von Michael Peters und Walter Palmetshofer

  1. Gerichtsurteil Kein Recht auf anonyme IFG-Anfrage in Rheinland-Pfalz
  2. CDLA Linux Foundation veröffentlicht Open-Data-Lizenzen
  3. Deutscher Wetterdienst Wetterdaten sind jetzt Open Data

HP Z2 Mini Workstation G3 im Test: Leises Rauschen hinterm Monitor
HP Z2 Mini Workstation G3 im Test
Leises Rauschen hinterm Monitor

Unterm Tisch, auf dem Tisch oder hinter den Bildschirm geklemmt: HPs Z2 Mini Workstation ist ein potentes, wenn auch nicht gerade sehr preiswertes Komplettsystem. Den Preis ist der PC aber wert, denn er ist leise, modular und kann einfach gewartet werden. Der Admin dankt!
Ein Test von Oliver Nickel

  1. HP Pavilion Gaming Hardware für Gamer, die sich Omen nicht leisten wollen
  2. Chromebook x2 HP präsentiert Chrome-OS-Detachable mit Stift
  3. Laserjet Pro M15w und M28w HPs Laserdrucker schrumpfen auf 34 Zentimeter Länge

    •  /