Spielebranche: Vivendi verkündet Übernahme von Gameloft
"Ihr Lieben" , so spricht das oberste Management von Vivendi in einem Brief die Belegschaft von Gameloft(öffnet im neuen Fenster) an. Mit dem Schreiben gibt Vivendi bekannt, dass man die Mehrheit an Gameloft erreicht hat. Tatsächlich kontrolliert der Medienkonzern nach eigenen Angaben nun 61,2 Prozent der Anteile und 55,6 Prozent der Stimmrechte an dem Anbieter von Mobilegames.
Der Brief geht nicht konkret darauf ein, welche Pläne Vivendi für die Zukunft von Gameloft hat. Stattdessen soll das Dokument wohl in erster Linie die Stimmung bei der Belegschaft aufhellen. Das Management von Gameloft hat sich lange gegen über Übernahme gewehrt. Auch bei den Angestellten dürfte die Freude sich in Grenzen halten: Vivendi genießt in der Spielebranche einen schlechten Ruf, die Firma gilt als innovationsfeindlich und träge.
Vivendi kauft schon länger auch Aktien von Ubisoft – vermutlich in der Absicht, ebenfalls eine Mehrheit zu erreichen. Ubisoft und Gameloft sind eigentlich nicht miteinander verbunden, wurden aber von Brüdern gegründet und werden von ihnen immer noch geführt. Bei Ubisoft hat Yves Guillemot das Sagen, bei Gameloft Michel Guillemot.



