Spielebranche: Vivendi verkauft letzte Anteile an Ubisoft

"Vivendi ist nicht mehr Anteilseigner an Ubisoft und wird seinen Plan einhalten, in den nächsten fünf Jahren keine Aktien an dem Unternehmen zu kaufen" : Mit dieser Erklärung nimmt der französische Medienkonzern endgültig Abstand davon, sich eine Mehrheit an Ubisoft zu sichern - gegen den Willen von dessen Management. Am 5. März 2019 hat Vivendi nun auch einen letzten Anteil in Höhe von 5,9 Prozent an Ubisoft verkauft.
Vivendi hat zwar den Übernahmekampf verloren, insgesamt aber laut der Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) rund 1,2 Milliarden Euro an Gewinn erzielt, allein 220 Millionen Euro davon mit dem nun abgestoßenen Paket.
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Ubisoft hat sich nicht offiziell zum endgültigen Abschied von Vivendi geäußert. Allerdings dürfte vor allem Chef und Gründer Yves Guillemot erleichtert sein, den größeren Konkurrenten endgültig los zu sein. Guillemot hatte die Akquisition erbittert bekämpft, weil er fürchtete, dass Ubisoft innerhalb des Konzerns an Kreativität und Flexibilität verlieren würde.
Im Gespräch mit Golem.de sagt er im August 2017 , dass er spätestens am Tag der endgültigen Übernahme seinen Posten verlassen und "mit dem Motorrad in Richtung Sonne" fahren würde.
Die nächste große Spieleveröffentlichung von Ubisoft ist das für Mitte März 2019 geplante The Division 2 ( Angespielt auf Golem.de ). Was danach kommt, ist zu großen Teilen noch unklar. Nach Firmenangaben sollen von April 2019 bis März 2020 drei, möglicherweise sogar vier Blockbuster erscheinen.
Welche das sind, ist unklar - schließlich soll in diesem Jahr ausdrücklich kein Assassin's Creed auf den Markt kommen, und auch ein neues Far Cry wird es nach der Veröffentlichung von New Dawn wohl eher nicht geben. Relativ wahrscheinlich ist nur der Start von Skull & Bones, einem Koop-Actionspiel mit Segelschiffen, für das ebenfalls eine TV-Serie rund um das Thema Piraten geplant ist. Außerdem gibt es Gerüchte über ein in London angesiedeltes Watch Dogs 3.



