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Spielebranche: Valve stoppt Team-Fortress- und Portal-Fanprojekte

Gerade hat Valve mit Portal Revolution eine riesige Mod freigegeben. Nun geht das Unternehmen überraschend gegen andere Fanprojekte vor.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Team Fortress 2 (Bild: Valve)
Artwork von Team Fortress 2 Bild: Valve

Das Unternehmen Valve hat zwei größere Projekte von Spielefans gestoppt - und damit für Überraschung in der Community gesorgt. Betroffen sind das Vorhaben, den Multiplayer-Shooter Team Fortress 2 auf die Source Engine 2 zu portieren, sowie eine Umsetzung von Portal auf die ältere Spielekonsole N64.

Eigentlich gilt Valve als Firma, die Mods und anderen Projekten der Community sehr positiv gegenübersteht und viel zulässt, teils aktiv unterstützt. Gerade erst wurde mit Portal Revolution eine große Erweiterung für den von Valve entwickelten Klassiker Portal 2 mit einer eigenen Seite auf Steam bedacht.

Im Falle von Team Fortress 2 hat Valve eine Copyright-Beschwerde(öffnet im neuen Fenster) (DMCA Takedown) bei Github eingereicht, um die dort verfügbaren Dateien zu sperren.

Das Team hinter dem Projekt hat das Vorgehen von Valve auf der Plattform X bestätigt(öffnet im neuen Fenster) . Das Vorhaben sei schon vor einiger Zeit ins Stocken geraten, die rechtlichen Schritte von Valve seien nun das finale Aus.

Bei der Portierung von Team Fortress 2 wäre früher oder später vermutlich das ganz grundsätzliche Problem aufgeworfen worden, wo und wie das Spiel - das nur Multiplayer bietet und über Mikrotransaktionen finanziert wird - hätte laufen sollen.

Etwas anders sieht die Sache bei Portal 64 aus, der Umsetzung für die 1996 von Nintendo veröffentlichte Konsole. Erst im Dezember 2023 wurde ein sogenannter First Slice ins Netz gestellt, die einige der Testkammern aus Portal enthalten hatte - von Fans des N64 war das gefeiert worden.

Der Autor von Portal 64, wohl ein leidenschaftlicher Fan der N64, hat das Vorgehen von Valve auf X bestätigt. "Das ist ungewöhnlich für ein Unternehmen, das dafür bekannt ist, Menschen mit ihren Marken zu helfen" , schreibt er(öffnet im neuen Fenster) .

Über die Gründe kann man nur spekulieren, möglicherweise wurden für das Vorhaben Entwicklerwerkzeuge verwendet, deren Rechte bei Nintendo liegen - Valve hat vermutlich kein Interesse daran, später in einen dann möglicherweise größeren Rechtsstreit zwischen dem japanischen Konzern und einen Programmierer zu geraten.


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