Spielebranche: Unity übernimmt Malware-Anbieter Ironsource

Engine-Hersteller Unity schließt sich mit einer Firma zusammen, die vor allem für Malware bekannt ist. Spieleentwickler sind entsetzt.

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Artwork von Unity
Artwork von Unity (Bild: Unity Technologies)

"Das sind entsetzliche Neuigkeiten": Das ist auf Twitter eine durchaus typische Reaktion auf die Ankündigung des kalifornischen Engine-Herstellers Unity Technologies, sich mit dem Unternehmen Ironsource zusammenzuschließen. Vor allem Entwickler reagierten mit Ablehnung auf den Deal.

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Auch bei Investoren kam er nicht gut an: Unmittelbar nach Bekanntgabe fiel der Aktienkurs von Unity um rund 25 Prozent. Allerdings lag das auch daran, dass Unity gleichzeitig eine Umsatzwarnung veröffentlichte - und dass das Marktumfeld generell sehr ungünstig war.

Im Detail: Unity und Ironsource gaben am 12. Juli 2022 bekannt, sich zusammenschließen zu wollen. Tatsächlich handelt es sich nicht um einen klassischen Kauf, stattdessen werden Aktienpakete ausgetauscht.

Unity ist allerdings der mit Abstand größere Partner und hat künftig die Kontrolle über Ironsource. Der Wert der Transaktion liegt laut den Firmen bei rund 4, 4 Milliarden US-Dollar.

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Grund für die starken Reaktionen auf Ironsource: Das Unternehmen steckt unter anderem hinter Malware wie Installcore, die sich als Erweiterung für Browser auf den Rechner schmuggelt und ungewollte Werbung anzeigt. Wer sich die Software erst einmal eingefangen hat, wird sie kaum noch los.

Unity verspricht bessere Monetarisierung von Spielen

Unity nennt als Grund für den Zusammenschluss, dass Ironsource auch Analysewerkzeuge für Apps anbiete. Damit könnten die Entwickler ihre auf der Unity-Engine basierenden Anwendungen besser vermarkten, etwa bei der Einbindung von zielgerichteter Werbung.

Künftig soll es damit einfacher möglich sein, gleich bei der Entwicklung der Games auch die Monetarisierung zu optimieren.

Unity steht derzeit nicht nur wegen Ironsource in der Kritik. Das Unternehmen gab Ende Juni 2022 die Entlassung von Mitarbeitern bekannt. Nur zwei Wochen zuvor soll Firmenchef John Riccitiello ausdrücklich gesagt haben, dass keine Kündigungen geplant seien.

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