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Brancheneinstieg so einfach wie nie

Dass jeden Monat Hunderte an Games sang- und klanglos untergehen und auch prominente Entwickler oft auf einem Berg Schulden sitzen bleiben, ist ironischerweise einer eigentlich positiven Entwicklung zu verdanken. Nie war der Einstieg in die Branche so unkompliziert wie heute. Kostenlose Entwicklertools wie Unity oder die Unreal Engine haben die Entwicklung vereinfacht, die Veröffentlichung über die digitalen Stores ist simpler als je zuvor.

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Einstiegshürden gibt es kaum noch. Jana Reinhardt von Rat King aus Halle hat den Wandel erlebt. "Entwickler brauchen heute in den meisten Fällen weder Publisher noch Vitamin B, um überhaupt mit Leuten von Steam oder Sony oder Nintendo zu reden. Nahezu alle großen Plattformen haben gut sichtbar und leicht erreichbar einen Kontakt auf ihrer Webseite platziert. Das war vor zehn Jahren noch völlig anders", sagt sie.

Umso schwieriger sei es allerdings, nach dem Release sichtbar zu sein und Käufer zu finden. "Ohne Marketingbudget, ohne bekannten Entwicklernamen, eine IP oder überhaupt eine Strategie können Indies sich keinen Umsatz von ihrem Spiel erhoffen", sagt Reinhardt.

Schlimm genug, dass sich eine täglich wachsende Zahl kleiner Entwickler gegenseitig Konkurrenz macht. Der Kuchen, um den sie sich balgen, wird ironischerweise trotz Branchenwachstums nicht größer. Auch wenn die Ausgaben für Videospiele und damit die Umsätze von Jahr zu Jahr steigen: Die für Spiele zur Verfügung stehende Zeit wird dadurch nicht mehr.

Große "Games as a Service" wie Destiny oder Rainbow Six Siege, aber auch Phänomene wie Fortnite oder die Onlinemodi von Blockbustern wie GTA 5 haben dazu geführt, dass viele Spieler sowohl Freizeit als auch Budget nur mehr in einzelne, meist riesige Titel stecken, statt übers Jahr verteilt mehrere kleine Titel zu kaufen.

Mit den Marketingaktionen der Konzerne und den riesigen Communitys kann kein Hersteller von Indiegames mithalten. Das Geld und vor allem die Zeit, die die Spielerschaft in ihr Hobby investieren will und kann, sind begrenzt. Zudem entwickelt sich auch bei PC- und Konsolenspielern eine Gratismentalität, die den Markt für Mobile Games in den vergangenen Jahren fast völlig in Richtung Free-to-Play getrieben hat - mit allen negativen Konsequenzen.

Wenn Spiele wie Fortnite, Apex Legends und Dota 2 kostenlos sind, wenn das soeben aufkommende Netflix-Modell von Apple Arcade und Uplay Plus sowie Playstation Plus und Xbox Live Gold jeden Monat Spiele kostenlos oder zum kleinen Fixpreis bringen: Warum sollte man dann noch Geld für weitere Games ausgeben?

Wenn dann auch noch der Epic Games Store in seinem Werben um Kunden wöchentlich Spiele verschenkt, sinkt diese Bereitschaft weiter. Trotzdem sehen viele unabhängige Entwickler den aggressiven Markteintritt des jungen Unternehmens mit den Fortnite-Milliarden auch als Chance. Das liegt nicht nur am höheren Anteil an den Verkaufserlösen für Entwickler oder an lukrativen Deals für Plattformexklusivität.

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 Spielebranche: Überleben in der IndiepocalypseWie wichtig wird der Epic Games Store? 
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Eheran 14. Okt 2019

Wie schützt das vor einer Überflutung? Die Macher würde innerhalb kürzester Zeit wieder...

Subsessor 14. Okt 2019

Bin ich der einzige, der es überaus lächerlich findet, bei einem Überangebot an Spielen...

Skeltek 14. Okt 2019

Ich verfolge die Spieleszene seit nun über 30 Jahren und bin mit 'Zocken' groß geworden...

Crass Spektakel 10. Okt 2019

Ich habe viele Entwickler kennengelernt die sich selbst von Null auf Top20 hochgearbeitet...

cpt.dirk 10. Okt 2019

Das erinnert irgendwie an die Szene auf dem Dorfplatz in Asterix, mit 30 Antiquitäten...


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