Spielebranche: Telltale plant die "Super Show"

Das kalifornische Entwicklerstudio Telltale Games(öffnet im neuen Fenster) hat einen neuen Gesellschafter. Wie jetzt bekannt wurde, hat die aus Kanada stammende TV- und Filmproduktionsgesellschaft Lionsgate(öffnet im neuen Fenster) (Die Tribute von Panem, Mad Men) eine maßgebliche Beteiligung an Telltale gekauft. Details zur Höhe der Beteiligung oder zur finanziellen Größenordnung liegen nicht vor. Gleichzeitig ziehen Lionsgate-Chef Jon Feltheimer und John Riccitiello, der ehemalige CEO von Electronic Arts und jetzige Chef von Unity Technologies, in den Aufsichtsrat von Telltale ein.

Gleichzeitig mit der Bekanntgabe des Deals verkündete Telltale-CEO Kevin Bruner in Entertainment Weekly(öffnet im neuen Fenster) , dass seine Entwickler an etwas arbeiten, was er selbst "Super Show" nennt. Gemeint sind interaktive Games-Episoden plus die Episoden einer TV-Serie, die zusammen eine Super-Show-Episode ergeben. Beide Elemente sollen wesentlich enger verzahnt werden, als das bei früheren, oft halbherzigen Versuchen der Fall war - die bislang allesamt gescheitert sind.

Bruner gibt als Ziel aus, dass die Super Show so gut sein muss, dass sie sowohl einen Golden Globe als auch den Preis für ein "Spiel des Jahres" gewinnen könnte. Telltale arbeitet nach eigenen Angaben bereits intensiv an dem Projekt, und zwar auf Basis einer eigenen, neuen Marke - was auch helfe, die Kosten im Rahmen zu halten.
Telltale Games wurde 2004 gegründet, seitdem hat sich das Entwicklerstudio auf Adventures in Episodenform konzentriert - ein Format, dank dem die Firma als höchst profitabel gilt. Aktuelle Reihen sind Game of Thrones, Tales from Borderlands und The Walking Dead. Demnächst soll eine Reihe auf Basis von Minecraft an den Start gehen.