Spielebranche: Take Two und Activision Blizzard enttäuschen Anleger
Wer Aktien von Activision Blizzard und Take Two in seinem Portfolio hat, war am 7. November 2022 gegen 22.30 Uhr deutlich ärmer. Beide Spielepublisher hatten kurz zuvor fast gleichzeitig ihre Quartalsergebnisse veröffentlicht – und die waren schlechter als erwartet.
Bei den Anteilsscheinen von Activision Blizzard sackte der Kurs um rund 5 Prozent ins Minus, bei Take Two waren es sogar über 15 Prozent. Bei Activision Blizzard gingen Umsatz und Gewinn zurück, Take Two wiederum konnte zwar den Umsatz steigern, musste aber einen ungewöhnlich hohen Verlust melden.
Beiden Papieren haben auch aktuelle Meldungen rund um die Quartalszahlen nicht wirklich geholfen. Activision Blizzard hatte gerade sehr starke Verkaufszahlen von Call of Duty gemeldet und auch Overwatch 2 schaffte offenbar einen besseren Start als erwartet – das Free-to-Play-Spiel kann sich offenbar erfolgreich neben Fortnite und Apex Legends etablieren.
Dazu kommen Gerüchte, dass Blizzard den Start von Diablo 4 für April 2023 vorbereitet. Die entsprechende Ankündigung soll angeblich im Rahmen der Game Awards am 8. Dezember 2022 erfolgen. Offensichtlich hat das den Anlegern aber nicht gereicht – deshalb der fallende Kurs.
Bei Take Two hat Firmenchef Strauss Zelnick im Gespräch mit Analysten betont, dass ein großer Leak mit Details über GTA 6 im September 2022 die Entwicklung nicht ausbremsen wird. Zwar müsse das Team im Hinblick auf "Cybersicherheit wachsamer" sein – aber offenbar ist das kein so großes Problem.
Quartalszahlen von Activision Blizzard und Take Two
Activision Blizzard erwirtschaftete in den Monaten(öffnet im neuen Fenster) Juli bis September 2022 einen Umsatz von 1,78 Milliarden US-Doller – im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 2,07 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn sank auf 435 Millionen US-Dollar (Vorjahr: 639 Millionen US-Dollar).
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Bei Take Two stieg der Umsatz(öffnet im neuen Fenster) in den gleichen drei Monaten von 832 Millionen US-Dollar im Vorjahr auf 1,22 Milliarden US-Dollar. Dabei fiel nun allerdings ein Nettoverlust in Höhe von 257 Millionen US-Dollar an – im Vorjahresquartal konnte die Firma einen Profit von 10,2 Millionen US-Dollar erwirtschaften.
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