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Spielebranche: Saudis wollen EA für 50 Milliarden Dollar kaufen

Electronic Arts könnte nach Studio-Schließungen und Massenentlassungen die Börse verlassen. Eine Übernahme durch Saudi-Fonds und Silver Lake ist im Gespräch.
/ Andreas Donath
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Firmenlogo von Electronic Arts beim Hauptquartier in Redwood (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)
Firmenlogo von Electronic Arts beim Hauptquartier in Redwood Bild: Justin Sullivan/Getty Images

Electronic Arts steht offenbar vor einem der größten Deals der Gaming-Branche. Laut Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) erwägt ein Investorenkonsortium unter Führung von Silver Lake und dem saudischen Staatsfonds PIF eine Übernahme des Spiele-Publishers für rund 50 Milliarden US-Dollar.

Der Zeitpunkt der Verhandlungen ist brisant: EA durchlebt derzeit eine schwierige Phase mit weitreichenden Kostensenkungsmaßnahmen. In den vergangenen zwei Jahren schloss das Unternehmen mehrere Entwicklerstudios und entließ Hunderte Mitarbeiter. Auch der jüngste PC-Launch von Skate(öffnet im neuen Fenster) stieß auf verhaltene Resonanz in der Gaming-Community(öffnet im neuen Fenster) .

Finanzierungsdruck treibt strategische Neuausrichtung an

Die geplante Übernahme würde als Leveraged Buyout strukturiert – eine kreditfinanzierte Transaktion, die EA von der Börse nehmen würde. CEO Andrew Wilson hatte bei früheren Übernahmespekulationen stets die Gewinnentwicklung betont, entsprechende Szenarien jedoch nie kategorisch ausgeschlossen.

Der saudische PIF hält bereits 9,4 Prozent an EA und kennt damit die Geschäftstätigkeit des Publishers. Eine Privatisierung könnte EA ermöglichen, längerfristige Entwicklungszyklen umzusetzen und strategische Entscheidungen ohne Börsendruck zu treffen.

Trotz operativer Herausforderungen verfügt EA über starke Titel wie Fifa, Madden NFL und Battlefield, die weiterhin solide Umsätze generieren. Die Gaming-Branche erlebt derzeit eine Konsolidierungswelle – zuletzt kursierten auch Berichte über Tencents Interesse an Ubisoft .

Falls die Verhandlungen erfolgreich verlaufen, könnte eine Ankündigung in den kommenden Wochen erfolgen.


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