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Spielebranche: Offenbar Entlassungen bei Activision Blizzard geplant

Schwächelnde Spielerzahlen bei Overwatch und Hearthstone , der Abschied des Actionspiels Destiny 2 : Activision Blizzard steht vor Problemen. Nun müssen offenbar mehrere Hundert Mitarbeiter das Unternehmen verlassen.
/ Peter Steinlechner
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Stand von Activision auf der E3 in Los Angeles (Bild: Kevork Djansezian/Getty Images)
Stand von Activision auf der E3 in Los Angeles Bild: Kevork Djansezian/Getty Images

Der Publisher Activision Blizzard will Mitte Februar 2019 mehreren Hundert Mitarbeitern die Kündigung aussprechen. Das meldet das Wirtschaftsmagazin Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) mit Bezug auf mehrere anonymen Quellen. Mit den Entlassungen und einer Umstrukturierung, bei der Funktionen in die Firmenzentrale verlagert werden, sollen Kosten gespart werden. Ob lediglich Angestellte in den USA oder auch in den Niederlassungen in aller Welt betroffen sind, ist noch nicht bekannt. Activision Blizzard beschäftigt rund 9.800 Mitarbeiter (Stand Ende 2017). Der Publisher hat sich bislang nicht öffentlich zu dem Thema geäußert.

Schon seit Monaten gibt es immer wieder Gerüchte über interne Querelen. Offiziell bestätigt ist der teils sehr kurzfristige Weggang von mehreren leitenden Managern, etwa von Finanzvorstand Spencer Neumann. Bei Blizzard hat der in der Community hoch angesehene Mike Morhaime - einer der Firmengründer - seinen Rücktritt verkündet, bei Activision ist Eric Hirshberg gegangen.

Destiny 2 Forsaken - Trailer (Black Armory)
Destiny 2 Forsaken - Trailer (Black Armory) (01:01)

Auch Entwickler haben sich von dem Konzern verabschiedet: Bei dem vollständig zu Activision gehörenden Studio Sledgehammer Games etwa sind die beiden Gründer Glen Schofield und Michael Condrey gegangen; Condrey hat gerade bei 2K Games angeheuert.

Blizzard kämpft zudem mit zurückgehenden Spielerzahlen bei wichtigen Spielen wie Overwatch und Hearthstone. Außerdem muss das Studio sich aus der Community immer öfter Kritik anhören - etwa, nachdem des auf seiner Hausmesse Blizzcon 2018 statt eines echten Nachfolgers für Diablo 3 lediglich ein Mobile Game namens Diablo Immortal angekündigt hatte.

Den bislang größten Schlag musste allerdings die Activision-Sparte hinnehmen: Mitte Januar 2019 hatte die Firma bekanntgegeben, dass sie sich von Destiny trennt und die weitere Betreuung und Vermarktung künftig dessen Entwicklerstudio Bungie überlässt. Allein dieser Schritt könnte den Umsatz von Activision laut dem Bericht von Bloomberg um bis zu 400 Millionen US-Dollar im Jahr verringern.


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