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Spielebranche: Oberster Kreativchef verlässt Ubisoft

Mutmaßlich wegen sexueller Übergriffe trennt sich Ubisoft von wichtigen Führungspersonen.

Artikel veröffentlicht am ,
Ubisoft auf der Spielemesse E3 2018 in Los Angeles
Ubisoft auf der Spielemesse E3 2018 in Los Angeles (Bild: Neilson Barnard/Getty Images for Ubisoft)

Für Ubisoft-Chef Yves Guillemot dürften es anstrengende und nicht wirklich schöne Tage sein. Am selben Wochenende, an dem sein Team neue Szenen aus Assassin's Creed Valhalla und Watch Dogs Legion vorgestellt sowie Far Cry 6 angekündigt hat, hat sich das Unternehmen von wichtigem Führungspersonal getrennt.

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Vor allem der Weggang des einflussreichen Kreativchefs Serge Hascoët gilt als Einschnitt. Hascoët dürfte auch auf die Gestaltung der drei genannten Titel massiven Einfluss gehabt haben. Er verlässt Ubisoft laut einer Pressemitteilung vom 12. Juli 2020 auf eigenen Wunsch.

Wahrscheinlicher ist, dass er gehen musste. Unter anderem die französische Zeitung Liberation schreibt, dass es innerhalb der Belegschaft zahlreiche Vorwürfe über sexuelle Übergriffe durch Hascoët gegeben habe. Er soll Mitarbeiterinnen und Kolleginnen mit drastischen Worten beleidigt und körperlich bedrängt haben. Bis ein neuer Kreativchefs gefunden ist, übernimmt Yves Guillemot den Posten.

Gleichzeitig mit dem Rücktritt von Hascoët verlässt Yannis Mallat seinen Posten als Leiter der wichtigen Niederlassungen in Kanada. Auch die oberste Personalchefin Cécile Cornet muss gehen.

Beiden wird - soweit bekannt - vor allem vorgeworfen, Probleme in der Belegschaft mit sexuellen Übergriffen durch Mitglieder der mittleren Managementebene nicht ernst genug genommen zu haben.

Bereits Ende Juni 2020 mussten deshalb zwei leitende Angestellte die Firma verlassen. Gleichzeitig wurde angekündigt, die Vorgänge mit externen Beratern aufzuklären. Eine Folge davon ist nun offenbar der Weggang von Hascoët, Mallat und Cornet.

Bei der am Abend des 12. Juli 2020 ausgestrahlten Onlinepräsentation haben Guillemot oder andere nicht über die Vorgänge bei Ubisoft gesprochen. Auf Twitter hat das Unternehmen erklärt, das habe daran gelegen, dass der Stream vorab aufgezeichnet worden sei. Man arbeite weiter an der Aufklärung und werde sich bald öffentlich äußern.

Nachtrag vom 22. Juli 2020, 11:40 Uhr

Das Magazin Bloomberg hat mit aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern von Ubisoft gesprochen. In einem längeren Artikel werden weitere Beispiele für sexuell übergriffiges Verhalten innerhalb der Firma genannt, insbesondere durch Serge Hascoët. Anders als die Überschrift Ubisoft Family Accused of Mishandling Sexual Misconduct Claims andeutet, geht es nur am Rande um Firmenchef Yves Guillemot.

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wurstdings 22. Jul 2020

Welche Quellen sind den Seriös? Wenn ich immer nur von sexuellem Misbrauch/Übergriffen...

ps (Golem.de) 13. Jul 2020

Danke!

Proctrap 13. Jul 2020

Irgendjemand muss doch würfeln


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