Spielebranche: Nintendo will sanfteren Übergang zur neuen Hardware

Das wird eine Herausforderung: Nintendo beschäftigt sich intensiv mit dem Wechsel zur nächsten Konsolengeneration.

Eine Analyse von veröffentlicht am
Nintendo mit der Switch auf der Spielemesse E3 2019
Nintendo mit der Switch auf der Spielemesse E3 2019 (Bild: FREDERIC J. BROWN/AFP via Getty Images)

Im Gespräch mit Analysten hat sich Nintendo-Chef Shuntaro Furukawa Mitte Mai 2022 über den Wechsel zum Nachfolger der erfolgreichen Hybridkonsole Switch geäußert. Dabei hat Furukawa vor allem klar gemacht, dass die über 100 Millionen Besitzer der Switch nach Möglichkeit auf die nächste Generation mitgenommen werden sollen.

Dazu will das Unternehmen verstärkt langfristige Beziehungen mit der Kundschaft aufbauen. Nintendo geht es laut einem Bericht von Videogames Chronicle vor allem um das hauseigene Ökosystem: "Während wir weiterhin neue Software auf der Switch einführen, werden wir auch Angebote starten, die Nintendo Accounts und andere Marken außerhalb von Gaming verwenden."

Nintendo steht bei dem Wechsel zu einer neuen Konsolengeneration vor mehr Herausforderungen als die Konkurrenz. Ein Grund: Das firmeneigene Ökosystem ist relativ stark fragmentiert. Während es seit Jahren nur ein Playstation Network und ein Xbox Live gibt, ist das bei Nintendo anders.

Da gibt es neben den geräteunabhängigen Nintendo Accounts noch das fest mit einer Konsole gekoppelte Nintendo Switch Online, die beide auf nicht immer nachvollziehbare Art miteinander verknüpft sind. Jedenfalls sind sowohl der Autor als auch seine Passwortmanager damit bei Neuanmeldungen etwa in Mobile Games von Nintendo regelmäßig überfordert.

Spezielle Herausforderungen ergeben sich auch durch die Konsolenhardware. In den vergangenen Jahren hat Nintendo seine neuen Konsolen immer mit Besonderheiten wie der Gestensteuerung der Wii oder dem separaten Tablet der Switch ausgestattet und den Geräten damit ein Alleinstellungsmerkmal verschafft.

Nachteil: Diese Besonderheiten haben eine einfache Rückwärts- oder Aufwärtskompatibilität schwierig gemacht. Dadurch wird der angestrebte sanfte Übergang mindestens kniffliger als bei Hardware, die einfach mehr Leistung mit den gleichen Bedienungskonzepten bietet.

Cloud Gaming als Konkurrenz für die Switch

Bei der Switch ist zudem absehbar, dass das Alleinstellungsmerkmal "Konsolenspiele unterwegs verwenden" nach und nach durch das Spielestreaming von Playstation-, Xbox- und PC-Titeln auf Smartphones und Tablets aufgeweicht wird, so dass es bald jedem Gamer ohne spezielle Hardware zur Verfügung steht.

Eine Switch 2 mit mehr Power würde unter Umständen also auch nicht viel mehr an Einsatzmöglichkeiten bieten als ein Smartphone mit Cloud Gaming - von Nintendos Exklusivspielen mal abgesehen.

Was die von Furukawa angekündigten Anwendungen "außerhalb von Gaming" sein könnten, ist nicht bekannt. In der Vergangenheit hat sich Nintendo immer wieder mit den Bereichen Fitness und Gesundheit beschäftigt, früher etwa mit dem Wii Fit Board und zuletzt mit Switch Sports.

All diese Besonderheiten machen es für Nintendo etwas schwieriger, die Kundschaft beim Wechsel auf neue Hardware mitzunehmen. Allerdings können einige der Schwierigkeiten gelöst werden - insbesondere die Sache mit den Onlinekonten sollte ohne allzu große Kollateralschäden machbar sein.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


BlindSeer 19. Mai 2022

Ich finde es echt schade. Wenn ich an den Aufschrei und den Shitstorm denke als MS damals...

Garius 13. Mai 2022

Ufff...sorry aber du bist zu elite für mich x'''D

Garius 13. Mai 2022

... Das waren erst nach dem Patch 14 Sekunden. Vorher waren es mehr als doppelt so viel...

mnementh 13. Mai 2022

Naja, so viel weniger als die letzte Gen verkauft die PS5 trotz Lieferengpässe nicht und...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Updates für GPT-3 und GPT-4
GPT im Geschwindigkeitsrausch

OpenAIs Updates für GPT-4 und GPT-3 machen die Modelle zuverlässiger, vor allem aber anpassungsfähiger. Die Änderungen und neuen Features im Detail.
Von Fabian Deitelhoff

Updates für GPT-3 und GPT-4: GPT im Geschwindigkeitsrausch
Artikel
  1. Candy Crushed: Royal Match wird profitabelstes Mobile Game
    Candy Crushed
    Royal Match wird profitabelstes Mobile Game

    Die langanhaltende Dominanz von Candy Crush Saga ist vorbei. Das meiste Geld verdient jetzt ein Start-up aus Istanbul mit einem Puzzlespiel.

  2. Datenschutz: ChatGPT-Exploit findet E-Mail-Adressen von Times-Reportern
    Datenschutz
    ChatGPT-Exploit findet E-Mail-Adressen von Times-Reportern

    Eigentlich sollte der Chatbot auf diese Anfrage gar nicht antworten. Tut er es dennoch, lauern womöglich noch viel brisantere Informationen.

  3. Donald E. Knuth: 30 Jahre Weihnachtsvorlesungen frei verfügbar
    Donald E. Knuth
    30 Jahre Weihnachtsvorlesungen frei verfügbar

    Ein bisschen theoretische Informatik, Algorithmen oder Mathematik zu Weihnachten? Wer das mag, kann nun sogar alle Vorlesungen hintereinander ansehen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • TeamGroup Cardea Graphene A440 2 TB mit zwei Kühlkörpern 112,89€ • Logitech G915 TKL LIGHTSYNC RGB 125,11€ • AVM FRITZ!Repeater 3000 AX 129€ • Philips Ambilight 77OLED808 2.599€ • MindStar: Patriot Viper VENOM 64 GB DDR5-6000 159€, XFX RX 7900 XT Speedster MERC 310 Black 789€ [Werbung]
    •  /