Spielebranche: Neuer Fall von sexueller Diskriminierung bei Riot Games

Mit großem Aufwand hat Riot Games weitere Fälle von sexuellen Übergriffen verhindern wollen. Nun gibt es schwere Vorwürfe gegen den Firmenchef.

Artikel veröffentlicht am ,
Szene aus Valorant
Szene aus Valorant (Bild: Riot Games/Screenshot: Golem.de)

Bei dem kalifornischen Entwicklerstudio Riot Games werden schwere Vorwürfe gegen Firmenchef Nicolo Laurent wegen sexueller Diskriminierung erhoben. Unter anderem soll er eine ehemalige Assistentin massiv unter Druck gesetzt haben, damit sie mit ihm meine Affäre anfängt.

Stellenmarkt
  1. Berater Krankenhausinformationssystem (KIS) Neueinführungen (m/w/d)
    Helios IT Service GmbH, Berlin-Buch, deutschlandweit
  2. Spezialist für IT-Sicherheit (m/w/d)
    ekom21 - KGRZ Hessen, Gießen, Darmstadt, Kassel
Detailsuche

Nachdem sich die Frau im Sommer 2020 bei der Personalabteilung beschwert hatte, sei ihr gekündigt worden. Während ihrer Beschäftigung sei sie außerdem nicht gemäß den gesetzlichen Vorgaben über Mindestlöhne bezahlt worden.

Im Januar 2021 habe die Ex-Angestellte dann eine Klage gegen Riot Games eingereicht, schreibt Daily Esports.

Riot Games sagte dem Magazin, die Kündigung sei erfolgt, weil sich mehrere andere Mitarbeiter über die Frau beschwert hätten. Das sei belegbar. Die Vorwürfe gegen Firmenchef Nicolo Laurent sollen untersucht werden.

Golem Akademie
  1. Einführung in die Programmierung mit Rust: virtueller Fünf-Halbtage-Workshop
    21.–25. März 2022, Virtuell
  2. Webentwicklung mit React and Typescript: virtueller Fünf-Halbtage-Workshop
Weitere IT-Trainings

Bereits 2019 hatte es massive Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe und Diskriminierung gegen Riot Games und eine Sammelklage gegen das Unternehmen gegeben.

Im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung hatte das Unternehmen daraufhin zugesagt, insgesamt 10 Millionen US-Dollar an rund 1.000 Frauen als Entschädigung zu bezahlen - bei einer Gesamtbelegschaft von rund 2.500 Mitarbeitern.

Außerdem hat sich Riot Games nach Bekanntwerden der Probleme von Beratungsfirmen beim Umbau der Firmenkultur helfen lassen. Es sollte regelmäßige interne Untersuchungen im Hinblick auf Diskriminierung und Belästigungen sowie auf mögliche Benachteiligungen beim Gehalt und bei Beförderungen geben.

Zudem wurde der Posten des Chief Diversity Officer geschaffen, der Teil der obersten Firmenführung sein sollte. Ob all diese Vorhaben auch umgesetzt wurden, und welche Rolle sie beim aktuellen Fall um Nicolo Laurent spielen, ist nicht bekannt.

Riot Games gehört vollständig zum chinesischen Technologiekonzern Tencent. Das Studio steckt unter anderem hinter League of Legends und dem E-Sport-Shooter Valorant.

Derzeit arbeitet es an einem eigenen MMO in der Welt von League of Legends. Für das Großprojekt wurden ehemalige Entwickler von World of Warcraft bei Blizzard abgeworben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Zinthos 13. Feb 2021

Vermögende Männer in Dominanzpositionen (die glauben sie seien unwiderstehlich und...

Hotohori 10. Feb 2021

Wie heißt es so schön: Macht korrumpiert. Und da steht eben nichts von Männern. Frauen in...

Hotohori 10. Feb 2021

+1 Vor der Gefahr warne ich schon seit es Feminismus gibt. Bei so etwas besteht immer die...

wurstdings 10. Feb 2021

Das war eigentlich meine Affäre, da muss ich wohl mal ein ernstes Wörtchen mit Nicy sprechen.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Fernwartung
Der Kundenansturm, der Teamviewer nicht gut getan hat

Wie schätzt man die weitere Geschäftsentwicklung ein, wenn die Kunden in der Pandemie plötzlich Panikkäufe machen? Das gelang bei Teamviewer nicht.
Ein Bericht von Achim Sawall

Fernwartung: Der Kundenansturm, der Teamviewer nicht gut getan hat
Artikel
  1. Pluton in Windows 11: Lenovo will Microsofts Sicherheitschip nicht aktivieren
    Pluton in Windows 11
    Lenovo will Microsofts Sicherheitschip nicht aktivieren

    Die neuen Windows-11-Laptops kommen mit dem Chip Pluton. Lenovo will diesen aber noch nicht selbst aktivieren.

  2. Netzneutralität: Google und Meta verteidigen sich gegen Telekom-Vorwürfe
    Netzneutralität
    Google und Meta verteidigen sich gegen Telekom-Vorwürfe

    Die beiden großen Internetkonzerne Google und Meta verweisen im Gespräch mit Golem.de auf ihren Beitrag zur weltweiten Infrastruktur wie Seekabel und Connectivity.

  3. Probefahrt mit BMW-Roller CE 04: Beam me up, BMW
    Probefahrt mit BMW-Roller CE 04
    Beam me up, BMW

    Mit futuristischem Design und elektrischem Antrieb hat BMW ein völlig neues Fahrzeug für den urbanen Bereich entwickelt.
    Ein Bericht von Peter Ilg

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3070 989€ • The A500 Mini Retro-Konsole mit 25 Amiga-Spielen vorbestellbar 189,90€ • RX 6800 16GB 1.129€ • Intel Core i9 3.7 459,50€ Ghz • WD Black 1TB inkl. Kühlkörper PS5-kompatibel 189,99€ • Switch: 3 für 2 Aktion • RX 6700 12GB 869€ • MindStar (u.a. 1TB SSD 69€) [Werbung]
    •  /