Abo
  • Services:

Spielebranche: Mike Morhaime verlässt Blizzard endgültig

Früher als erwartet will sich Mike Morhaime - einer der Gründer und langjähriger Chef - endgültig bei Blizzard zurückziehen. Er könnte dem Studio noch fehlen, denn hinter den Kulissen gibt es offenbar Uneinigkeit über die weitere Ausrichtung.

Artikel veröffentlicht am ,
Mike Morhaime verabschiedet sich im April 2019 endgültig von Blizzard.
Mike Morhaime verabschiedet sich im April 2019 endgültig von Blizzard. (Bild: Mark Davis/Getty Images))

Blizzard hat den endgültigen Abschied von Mike Morhaime bekannt gegeben. Der ehemalige Firmenchef hatte nach seinem Rücktritt Anfang Oktober 2018 einen neuen Vertrag als strategischer Berater abgeschlossen, der am 7. April 2019 beendet wird. Hintergründe für diese Entscheidung sind in der offiziellen Pflichtmitteilung an die Börsenaufsicht nicht zu finden.

Stellenmarkt
  1. BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, Berlin
  2. OHB System AG, Bremen, Oberpfaffenhofen

In der Spielebranche gibt es seit Wochen immer wieder Berichte über die langfristige Ausrichtung von Blizzard. Anonyme Mitarbeiter berichten von internen Diskussionen und Streits sowie von starkem Druck durch den Konzernpartner Activision, die Kosten zu senken. Langjährige Angestellte sollen mit Abfindungen dazu gebracht worden sein, ihre Verträge vorzeitig aufzulösen.

Bestätigt ist das alles nicht, das Unternehmen äußert sich traditionell nur sehr selten zu internen Vorgängen. Die Meldungen passen aber in das Bild, das sich vor allem auf der Blizzcon Ende 2018 ergeben hat. Die Firma wollte auf ihrer Hausmesse mit großem Hurra ein Mobile Game namens Diablo Immortal vorstellen.

Die Reaktionen des Publikums vor Ort fielen allerdings eisig aus - was den armen Entwickler, der das Spiel ankündigen musste, völlig aus dem Konzept brachte (unter anderem hier kann man sich das auf Youtube anschauen). Auch im Netz waren viele Zuschauer wütend, dass statt eines echten Diablo 4 lediglich ein Handyspiel angekündigt wurde.

Intern soll es bei Blizzard vor allem darum gehen, ob das Studio relativ einfach zu monetarisierende und risikofreie Titel wie Hearthstone produziert, oder ob es sich um große Blockbuster wie Diablo, Starcraft oder Warcraft kümmert - die vor allem bei langjährigen Fans beliebt sind. Eine Person wie Mike Morhaime könnte hier wohl einfacher eine Richtung vorgeben und auch Mitarbeiter motivieren, deren Vorstellungen nicht ganz erfüllt werden.

Morhaime hatte Blizzard im Jahr 1991 zusammen mit Frank Pearce und Allen Adham gegründet. Damals hieß die Firma Silicon & Synapse, dann Chaos Studios und schließlich Blizzard Entertainment. Morhaime, der über einen Studienabschluss in Elektrotechnik (Electrical Engineering) verfügt, übernahm im Lauf der Zeit den Chefposten - in den letzten Jahren mit dem offiziellen Titel President. Im Oktober 2018 ist Morhaime als Firmenchef zurückgetreten, sein Nachfolger ist J. Allen Brack, der seit zwölf Jahren bei Blizzard arbeitet und dort unter anderem als Executive Producer für World of Warcraft zuständig war.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 41,95€
  2. 32,99€ (erscheint am 25.01.)
  3. 4,99€
  4. 23,49€

Zazu42 16. Jan 2019 / Themenstart

Überraschung: Firmen müssen Gewinn machen um weiterhin Produzieren zu können.... 2000...

Legendenkiller 14. Jan 2019 / Themenstart

Meistverkaufte Videospiele aller Zeiten Tetris (EA) - 100 Millionen. Wii Sports...

supergurki 14. Jan 2019 / Themenstart

Und was hätte ich davon, wenn Blizzard auf einmal zusammenbricht?

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Amazons Echo Sub im Test

Mit dem Echo Sub lassen sich Echo-Lautsprecher mit Tiefbass nachrüsten. Die Echo-Lautsprecher sind allerdings im Mittenbereich vergleichsweise schwach, so dass das Klangbild entsprechend leidet. Sobald zwei Echo-Lautsprecher miteinander verbunden sind, gibt es enorm viele Probleme: Die Echo-Geräte reagieren langsamer, es gibt Zeitverzögerungen der einzelnen Lautsprecher und das Spulen in Musik ist nicht mehr möglich. Wie dokumentieren die Probleme im Video.

Amazons Echo Sub im Test Video aufrufen
Europäische Netzpolitik: Schlimmer geht's immer
Europäische Netzpolitik
Schlimmer geht's immer

Lobbyeinfluss, Endlosdebatten und Blockaden: Die EU hat in den vergangenen Jahren in der Netzpolitik nur wenige gute Ergebnisse erzielt. Nach der Europawahl im Mai gibt es noch viele Herausforderungen für einen digitalen Binnenmarkt.
Eine Analyse von Friedhelm Greis


    Kaufberatung: Den richtigen echt kabellosen Bluetooth-Hörstöpsel finden
    Kaufberatung
    Den richtigen echt kabellosen Bluetooth-Hörstöpsel finden

    Wer sie einmal benutzt hat, möchte sie nicht mehr missen: sogenannte True Wireless In-Ears. Wir erklären auf Basis unserer Tests, was beim Kauf von Bluetooth-Hörstöpseln beachtet werden sollte.
    Von Ingo Pakalski

    1. Nuraphone im Test Kopfhörer mit eingebautem Hörtest und Spitzenklang
    2. Patent angemeldet Dyson soll Kopfhörer mit Luftreiniger planen

    IT-Jobs: Ein Jahr als Freelancer
    IT-Jobs
    Ein Jahr als Freelancer

    Sicher träumen nicht wenige festangestellte Entwickler, Programmierer und andere ITler davon, sich selbstständig zu machen. Unser Autor hat vor einem Jahr den Schritt ins Vollzeit-Freelancertum gewagt und bilanziert: Vieles an der Selbstständigkeit ist gut, aber nicht alles. Und: Die Freiheit des Freelancers ist relativ.
    Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

    1. Agilität Wenn alle bestimmen, wo es langgeht
    2. Studie Wo Frauen in der IT gut verdienen
    3. Freiberuflichkeit Bin ich zum Freelancer im IT-Business geeignet?

      •  /