Spielebranche: Microsoft hat mit Xbox-Konsolen noch nie Gewinn gemacht

Knapp 20 Jahre nur Verluste mit dem Verkauf der Hardware: Microsoft hat sich zum Geschäftsmodell der Xbox geäußert.

Artikel veröffentlicht am ,
Xbox Series X von Microsoft
Xbox Series X von Microsoft (Bild: Peter Steinlechner/Golem.de)

Im November 2001 kam die erste Xbox in den USA auf den Markt - vor rund 20 Jahren. Nun hat die bei Microsoft für das Business Development zuständige Lori Wright auf die Frage eines Richters, wie viel Gewinn beim Verkauf der Hardware bleibe, eine klare Antwort gegeben: "Keinen, wir verkaufen die Konsolen mit Verlust".

Stellenmarkt
  1. Software-Testspezialistin / Software-Testspezialist (m/w/d) mit Schwerpunkt Testmanagement
    Landschaftsverband Rheinland LVR-InfoKom, Köln
  2. Softwareentwickler (w/m/d) .NET
    HAUX-LIFE-SUPPORT GmbH, Karlsbad
Detailsuche

Auf die Nachfrage, ob Microsoft jemals einen Profit mit den Geräten gemacht habe, sagte Wright schlicht "nein". Die Befragung hat nach Angaben von Videogames Chronicle im Rahmen des Rechtsstreits zwischen Epic Games und Apple stattgefunden.

Lori Wright war neben anderen Branchenvertretern als eine Art Zeugin geladen. Die Fragen wurden gestellt, um herauszufinden, wie wichtig der Verkauf von Spielen oder anderen Anwendungen für das Geschäftsmodell der Firmen ist.

Gewinn durch Spieleverkauf

Die Antwort von Wright ist eine Überraschung: Zwar war es jahrelang üblich, dass die Konsolenhersteller in den Anfangstagen einer neuen Gerätegeneration wegen der Startkosten und wegen höherer Preise für leistungsstarke Prozessoren und andere Bauteile einen Verlust machen.

Golem Karrierewelt
  1. Jira für Anwender: virtueller Ein-Tages-Workshop
    03.06.2022, virtuell
  2. LDAP Identitätsmanagement Fundamentals: virtueller Drei-Tage-Workshop
    18.-20.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Aber nach einer gewissen Zeit sind diese Bauteile immer günstiger erhältlich, und durch Optimierungen beim Herstellungsprozess der Konsolen selbst gibt es ebenfalls massive Einsparungen, so dass der Verkauf der Hardware irgendwann profitabel wird - nur bei Microsoft offenbar nicht.

Dennoch lohnt sich das Gaming für Microsoft, nämlich über den Verkauf der Spiele - also das, was üblicherweise als Quersubventionierung bezeichnet wird. Ebenfalls im Rahmen des Gerichtsprozesses ist sogar ein Dokument aufgetaucht, das eine Ahnung der Größenordnung gibt.

Xbox Series S 512GB

Im Jahr 2019 müsste Microsoft zwischen 2,3 Milliarden US-Dollar und 1,6 Milliarden US-Dollar an Profit gemacht haben. Dieser Hinweis ist in einem Dokument von Microsoft zu finden.

Zwar hat der Konzern die Zahl mit dem Gewinn bei sich selbst geschwärzt, sie aber genau zwischen Nintendo und Activsion Blizzard eingereiht, die die genannten Summen verdient haben sollen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


zeneox 07. Mai 2021

Ich hatte auch eine PS4 der ersten Generation und spiele nun die PS4 Titel der letzten...

mnementh 07. Mai 2021

Nintendo hat mit fast allen Konsolen bisher Gewinn gemacht. Meines Wissens war der 3DS...

deus-ex 07. Mai 2021

1. Marge ist nicht Gewinn 2. Ist Software für iOS wesentlich günstiger als für Xbox 3...

Trollversteher 07. Mai 2021

Na, dann war das ein Mangel einer Variante eines bestimmten Produkts, und keine...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Ukrainekrieg
Erster Einsatz einer US-Kamikazedrohne dokumentiert

Eine Switchblade-Drohne hat offenbar einen russischen Panzer getroffen. Dessen Besatzung soll sich auf dem Turm mit Alkohol vergnügt haben.

Ukrainekrieg: Erster Einsatz einer US-Kamikazedrohne dokumentiert
Artikel
  1. Deutsche Bahn: 9-Euro-Ticket gilt nicht in allen Nahverkehrszügen
    Deutsche Bahn
    9-Euro-Ticket gilt nicht in allen Nahverkehrszügen

    So einfach ist es dann noch nicht: Das 9-Euro-Ticket gilt nicht in allen Zügen, die mit einem Nahverkehrsticket genutzt werden können.

  2. Cerebras WSE-2: München verbaut riesigen KI-Chip
    Cerebras WSE-2
    München verbaut riesigen KI-Chip

    Als erster Standort in Europa hat das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) ein CS-2-System mit Cerebras' WSE-2 gekauft, welches effizient und schnell ist.

  3. WD Red: 7 US-Dollar für falsch beworbene NAS-Festplatte
    WD Red
    7 US-Dollar für falsch beworbene NAS-Festplatte

    Weil Western Digital einige NAS-Festplatten ohne Hinweis mit SMR-Technik verkauft hatte, muss der Hersteller dafür geradestehen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Days of Play: (u. a. PS5-Controller (alle Farben) günstig wie nie: 49,99€, PS5-Headset Sony Pulse 3D günstig wie nie: 79,99€) • Viewsonic Gaming-Monitore günstiger • Mindstar (u. a. MSI RTX 3090 24GB 1.599€) • Xbox Series X bestellbar • Samsung SSD 1TB 79€ [Werbung]
    •  /