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Spielebranche: Microsoft Gaming wird wieder Xbox - mit neuem Logo

Xbox-Chefin Asha Sharma stellt die Gaming-Sparte frisch auf. Eine interne Nachricht räumt Schwächen ein und skizziert den Umbau.
/ Peter Steinlechner
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Das neue Xbox-Logo (Bild: Microsoft)
Das neue Xbox-Logo Bild: Microsoft

Microsoft richtet seine Gaming-Sparte neu aus: Xbox-Chefin Asha Sharma hat gemeinsam mit Matt Booty eine interne Mail an alle Mitarbeitenden verschickt, die inzwischen auch im Firmenblog einsehbar(öffnet im neuen Fenster) ist. Gleich zu Beginn wird eine symbolische Änderung deutlich: Aus "Microsoft Gaming" wird wieder "Xbox". Der Name solle besser zu den Gaming-Ambitionen passen.

Inhaltlich fällt das Schreiben ungewöhnlich selbstkritisch aus. "Spieler sind frustriert", heißt es darin. Als Gründe nennt Microsoft unter anderem seltenere Funktionsupdates auf Konsolen, eine PC-Präsenz, die "nicht stark genug" sei und steigende Preise, die "für viele schwerer nachzuvollziehen" seien.

Auch grundlegende Bereiche wie Suche, Entdeckung, soziale Features und Personalisierung im Xbox-Ökosystem wirkten "zu fragmentiert". Microsoft bastelt seit Jahren am Dashboard der Konsole herum.

Laut Sharma soll die Plattform künftig "der Ort sein, an dem die Welt spielt und erschafft". Technisch bedeutet das wohl auch eine stärkere Verzahnung von Konsole, PC, Mobile und Cloud. Spiele, Fortschritte und Kontakte sollen über alle Geräte hinweg verfügbar bleiben.

Täglich aktive Spieler im Fokus

Als neue zentrale Kennzahl nennt Microsoft "täglich aktive Spieler". Was die bisherige wichtigste Kennzahl gewesen sei, ist nicht bekannt – vermutlich etwas auf Basis von Umsatz oder Gewinn.

Der Umbau konzentriert sich auf vier Felder: Hardware, Inhalte, Nutzererlebnis und Services. Bei der Hardware will Microsoft die aktuelle Konsolengeneration stabilisieren und mit dem auf der GDC 2026 vorgestellten Projekt Helix weiterentwickeln.

Gleichzeitig sollen Zubehör und ein breiteres Ökosystem wichtiger werden. Inhaltlich setzt Xbox auf den Ausbau bestehender Marken und auf eine stärkere Präsenz in Wachstumsmärkten wie China. Plattformen mit Community-Fokus wie Minecraft oder Sea of Thieves sollen weiter wachsen.

Cloud Gaming soll technisch besser werden

Beim Nutzererlebnis kündigt Microsoft grundlegende Verbesserungen an, etwa bei Entdeckung und Personalisierung. Der Xbox Game Pass soll klarer positioniert und wirtschaftlich nachhaltiger werden. Auch Cloud Gaming steht im Fokus und soll sich künftig "nativ, schnell und zuverlässig" anfühlen.

Auffällig ist der Ton der neuen Führung. Xbox versteht sich explizit wieder als Herausforderer. "Das Modell, das uns hierhergebracht hat, wird uns nicht in die Zukunft führen", heißt es. Tempo, klare Prioritäten und mehr Selbstkritik sollen die Kultur prägen.

Unter einem öffentlichen Beitrag auf X von Sharma(öffnet im neuen Fenster) reagieren viele offenbar interne Xbox-Mitarbeiter positiv auf die neue Ausrichtung. Allerdings könnte die Freude nicht lange währen: Derzeit kursieren Gerüchte über eine größere Entlassungsrunde im Mai oder Juni 2026.


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