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Spielebranche: Microsoft-Chef Nadella hat Zehnjahresplan für Xbox

In einem Interview spricht Xbox-Chefin Asha Sharma offen über Fehler, langfristigen Druck von oben und Änderungen bei Preis und Strategie.
/ Peter Steinlechner
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Asha Sharma, Chefin der Xbox-Sparte von Microsoft (Bild: Microsoft)
Asha Sharma, Chefin der Xbox-Sparte von Microsoft Bild: Microsoft

Microsoft baut seine Gaming-Sparte offenbar grundlegend um. In einem Interview mit Gamefile(öffnet im neuen Fenster) erklären Xbox-Chefin Asha Sharma und Content-Chef Matt Booty, dass viele aktuelle Entscheidungen Teil eines langfristigen Plans seien.

Dieser gehe auf Vorgaben von Konzernchef Satya Nadella zurück und sei auf etwa zehn Jahre angelegt. Man treffe "sehr folgenschwere Entscheidungen", die sich nicht kurzfristig bewerten ließen.

Gleichzeitig räumt Sharma Probleme ein. Spieler seien zuletzt unzufrieden gewesen, unter anderem wegen Preisen, fehlender Updates und einer uneinheitlichen Plattform. Man müsse "ehrlich sein, wo wir stehen". Künftig solle Xbox wieder klarer erkennbar als Marke auftreten, nicht nur als abstrakter Teil eines übergeordneten Microsoft-Angebots.

Entscheidend sei künftig nicht mehr primär der Verkauf von Konsolen, sondern die Zahl aktiver Nutzer. Diese "Daily Active Players" gelten als wichtigste Kennzahl – das machte Sharma auch gegenüber der Belegschaft gerade deutlich.

Günstiger Game-Pass-Tarif vor dem Start?

Ihre Strategie stützt sich auf vier Bereiche: Hardware, Inhalte, Nutzererlebnis und Services. Gleichzeitig soll die aktuelle Konsolengeneration wieder eine "erstklassige Erfahrung" bieten, etwa durch stabilere Systeme und häufigere Updates.

Der Dienst Xbox Game Pass solle flexibler und günstiger werden. Neben den bereits gesenkten Preisen deutet sich laut Leak(öffnet im neuen Fenster) eine neue Einstiegsstufe an: Eine "Game Pass-Starter"-Variante soll über 50 Spiele, eingeschränktes Cloudgaming und Zusatzboni bieten.

Im Gamefile-Interview offen bleibt die Zukunft exklusiver Spiele – für viele langjährige Xbox-Fans ist das ein besonders heikler Punkt. Offenbar gibt es da noch Klärungsbedarf: Sharma erklärt, man wolle "die richtige Entscheidung treffen, nicht die schnellste". Auch hier gehe es um langfristige Effekte im Rahmen der Zehnjahresstrategie.


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