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Spielebranche: Mehr Games und weniger Spielehardware verkauft

Xbox Game Pass und ähnliche Abo-Angebote haben dem deutschen Spielemarkt in den ersten sechs Monaten 2019 zu einem starken Wachstum verholfen. Weniger gut läuft es derzeit bei der Hardware - vermutlich wartet die Kundschaft allmählich auf die nächste Konsolengeneration.

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Spieler auf der Gamescom in Köln
Spieler auf der Gamescom in Köln (Bild: Mathis Wienand/Getty Images for BIU)

Um 11 Prozent ist der Umsatz im deutschen Spielemarkt im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres gewachsen. Der Umsatz lag bei 2,8 Milliarden Euro - im Jahr 2018 waren es innerhalb der ersten sechs Monate rund 2,5 Milliarden Euro. Das hat der Branchenverband Game kurz vor Eröffnung der Gamescom 2019 in Köln mitgeteilt.

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Zum Wachstum trugen vor allem Angebote wie Origin Access von Electronic Arts, Playstation Plus und Xbox Game Pass bei, deren Umsatz um 52 Prozent auf 228 Millionen Euro gewachsen ist. Derzeit drängen weitere Anbieter auf dem Markt, Ubisoft etwa will PC-Spielern ab September 2019 bei Uplay Plus für rund 15 Euro im Monat über 100 Spiele bieten, darunter zahlreiche Neuheiten.

Der Markt für Ingame-Käufe ist nach Angaben des Game um rund 28 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro gewachsen. Grundlage für alle Angaben sind die Daten der Marktforschungsunternehmen GFK und App Annie. Weniger gut lief es für die Hardware- und Konsolenhersteller: Ihr Umsatz hat sich im Jahresvergleich um 2 Prozent auf 986 Millionen Euro verringert.

In dieser Zahl sind erstmals auch Produkte aus dem Bereich PC-Gaming enthalten, etwa Grafikkarten. Der Rückgang dürfte aber eher mit der Sättigung des Konsolenmarktes zu tun haben - und damit, dass immer mehr Kunden auf die nächste Playstation und Xbox warten, die Ende 2020 erwartet werden.

Den deutschen Entwicklerstudios hilft der Boom bei der Software nicht: Während der Markt im Gesamtjahr 2018 mit einem Wachstum von 9 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro zulegen konnte, ist der Anteil hiesiger Produktionen auf nur noch 4,3 Prozent gesunken. 2017 betrug der Anteil noch 5 Prozent.

Besonders düster sieht es bei technisch und inhaltlich anspruchsvollen PC- und Konsolenspielen aus, wo deutsche Entwickler einen Marktanteil von 1,1 Prozent haben. Vergleichsweise stark sind die Firmen bei Online- und Browsergames, wo sie 2018 auf einen Marktanteil von 13 Prozent kamen.

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