Spielebranche: Homebrew Homie will sich vor Gericht gegen Nintendo wehren
Seit Jahren geht Nintendo in aller Welt mit sehr viel Aufwand auch auf rechtlichem Weg gegen die Verbreitung von illegalen Kopien seiner Spiele und gegen manipulierte Hardware vor. Nun kommt es in den USA zu einem Rechtsstreit, der auch für die erfahrenen Anwälte des japanischen Konzerns ungewöhnlich sein dürfte.
Im Mittelpunkt des Konflikts steht ein Händler, der im Internet unter dem Pseudonym Homebrew Homie auftritt. Er hat jahrelang einen Shop betrieben, in dem er umgebaute Switch sowie Hardware verkauft hat, mit denen die Verwendung von nicht lizenzierten Nintendo-Spiele ermöglicht wurde.
Im März 2024 sollen sich die Anwälte von Nintendo bei Homebrew Homie gemeldet haben, schreibt Ars Technica(öffnet im neuen Fenster) . Der habe sich gegenüber Nintendo relativ schnell bereit erklärt, den Verkauf zu stoppen – sowohl mündlich als auch mit schriftlichen Erklärungen.
Nach ein paar Monate habe der Homebrew Homie dann doch wieder mit den angesprochenen Produkten gehandelt, und so gut wie jeden Kontaktversuch von Nintendo ignoriert. Deshalb habe das Unternehmen im Juni 2024 bei einem Gericht in Seattle eine Klage eingereicht.
Darauf habe sich ein Anwalt gemeldet, offenbar im Auftrag von Homebrew Homie. Noch etwas später habe der aber bekannt gegeben, sich künftig selbst vor Gericht vertreten zu wollen. Laut Torrent Freak(öffnet im neuen Fenster) habe der Beschuldigte in einer Erklärung praktisch alle Vorwürfe von Nintendo mehr oder weniger pauschal ohne weitere Erläuterungen zurückgewiesen – auch, dass ihm der Shop gehöre, der mittelerweile nicht mehr öffentlich zugänglich ist.
Die Anwälte von Nintendo kennen keine Gnade
Auf Basis dieser Erklärung geht die Sache nun weiter. Offenbar hat Nintendo nun doch wieder Kontakt zu einem Anwalt, der Homebrew Homie möglicherweise vertritt. Das ist vermutlich eine gute Idee: Nintendo kennt vor Gericht keine Gnade, immer wieder wurden Beschuldigte zu sehr hohen Strafen verurteilt.
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So wurde 2021 ein Amerikaner, der ebenfalls Hardware umgebaut hat, dafür zu einer mehrjährigen Haftstrafe und zur Zahlung von rund 14,5 Millionen US-Dollar an Nintendo verurteilt.
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