Spielebranche: Gameforge entlässt 20 Prozent der Mitarbeiter

Vollständiger Rückzug aus dem Markt für Mobilegames, 20 Prozent der Mitarbeiter bekommen die Kündigung: Der Karlsruher Free-to-Play-Spezialist Gameforge steht vor der "umfassendsten Restrukturierung der bisherigen Firmengeschichte".

Artikel veröffentlicht am ,
Gameforge-Spiel Orcs must Die Unchained
Gameforge-Spiel Orcs must Die Unchained (Bild: Gameforge)

Nach Entlassungen bei Goodgame Studios (Hamburg) und Wooga (Berlin) stehen auch bei dem Karlsruher Onlinespielentwickler und -betreiber Gameforge Entlassungen bevor. Rund 90 der momentan noch 330 Mitarbeiter verlieren ihre Stelle. "Die freigestellten Kollegen werden umfassend und großzügig bei ihrer Suche nach neuen Jobs unterstützt", verspricht Firmenchef Alexander Rösner.

Stellenmarkt
  1. IT-Netzwerk-Ingenieur (m/w/d)
    Techniker Krankenkasse, Hamburg
  2. CRM Solutions Expert (m/f/d)
    Allianz Deutschland AG, München
Detailsuche

Mit den Kündigungen steht auch eine tiefgreifende Neustrukturierung bevor: Das Unternehmen will sich vollständig aus dem Markt für Mobilegames zurückziehen und sich ganz auf PC-Spiele konzentrieren. "Im PC-Markt, insbesondere für Free-to-Play, haben sich in den letzten Jahren interessante Opportunitäten ergeben, während der Mobilegames-Markt sehr viel härter und unbeweglicher geworden ist", so Rösner in einer Pressemitteilung.

Diese Argumentation wirkt überraschend: Eigentlich gelten Mobilegames als Zukunft für die Free-to-Play-Branche, während der PC-Markt in diesem Bereich hoffnungslos überlaufen ist - was wichtige Ursache für die Probleme und Entlassungen etwa bei Goodgame sein dürfte, dem größten deutschen Entwicklerstudio.

Hoher Wettbewerbsdruck auch bei PC-Spielen

Auch Ubisoft hatte im August 2016 das Aus für sechs größere PC-Free-to-Play-Titel verkündet, darunter die beiden von Blue Byte in Düsseldorf betreuten Spiele Silent Hunter Online und Panzer General Online.

Golem Karrierewelt
  1. Jira für Anwender: virtueller Ein-Tages-Workshop
    29.09.2022, virtuell
  2. Hands-on C# Programmierung: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    13./14.09.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Allerdings ist auch die Zeit des scheinbar unbeschränkten Wachstums bei den Mobilegames vorbei. Der Markt wird zunehmend von internationalen Bestsellern wie Hearthstone, Clash Royale, Pokémon Go und Mobile Strike dominiert, gegen die sich deutsche und europäische Mittelständler bei der Vermarktung sehr schwertun.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


HûntStârJonny 26. Okt 2016

derart aus Geldgier zu verhunzen, soll bitte einfach nur noch Insolvenz anmelden und...

Hotohori 25. Okt 2016

+1 geht mir genauso, bei F2P zählt eben nur das Geld der Kunden, das Spiel ist nur...

Hotohori 25. Okt 2016

Das einzig wahre sind vor allem P2P, also Abo, MMORPGs. F2P endet immer mit sparen an der...

boneau 25. Okt 2016

da es sich um eine Finanzielle Massenkündigung handelt, hat die firma eine sperre wenn es...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Eichrechtsverstoß
Tesla betreibt gut 1.800 Supercharger in Deutschland illegal

Teslas Supercharger in Deutschland sind wie viele andere Ladesäulen nicht gesetzeskonform. Der Staat lässt die Anbieter gewähren.

Eichrechtsverstoß: Tesla betreibt gut 1.800 Supercharger in Deutschland illegal
Artikel
  1. Bitblaze Titan samt Baikal-M: Russischer Laptop mit russischem Chip ist fast fertig
    Bitblaze Titan samt Baikal-M
    Russischer Laptop mit russischem Chip ist fast fertig

    Ein 15-Zöller mit ARM-Prozessor: Der Bitblaze Titan soll sich für Office und Youtube eignen, die Akkulaufzeit aber ist fast schon miserabel.

  2. THQ Nordic: Alone in the Dark bietet neuen Horror
    THQ Nordic
    Alone in the Dark bietet neuen Horror

    Rund 30 Jahre nach dem ersten Alone in the Dark soll es frischen Grusel im Herrenhaus Derceto Manor geben - und altbekannte Hauptfiguren.

  3. Maschinelles Lernen und Autounfälle: Es muss nicht immer Deep Learning sein
    Maschinelles Lernen und Autounfälle
    Es muss nicht immer Deep Learning sein

    Nicht nur das autonome Fahren, sondern auch die Fahrzeugsicherheit könnte von KI profitieren - nur ist Deep Learning nicht unbedingt der richtige Ansatz dafür.
    Von Andreas Meier

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: Palit RTX 3080 Ti 1.099€, Samsung SSD 2TB m. Kühlkörper (PS5) 219,99€, Samsung Neo QLED TV (2022) 50" 1.139€, AVM Fritz-Box • Asus: Bis 840€ Cashback • MindStar (MSI RTX 3090 Ti 1.299€, AMD Ryzen 7 5800X 288€) • Microsoft Controller (Xbox&PC) 48,99€ [Werbung]
    •  /