Spielebranche: G2A findet Keys aus dubiosen Quellen

Eine Untersuchung bei G2A hat bestätigt, was die Spielebranche schon lange sagt: Der Key-Reseller verkauft auch mutmaßlich gestohlene Ware.

Artikel veröffentlicht am ,
Gamepad der Xbox One
Gamepad der Xbox One (Bild: Thomas Samson/AFP via Getty Images)

Das tschechische Entwicklerstudio Wube Software kann sich freuen: Es erhält von dem Key-Reseller G2A rund 40.000 US-Dollar. Der Grund ist, dass sich G2A und Wube im Juli 2019 auf eine Art Wette geeinigt haben.

Stellenmarkt
  1. Sachbearbeiterin / Sachbearbeiter (w/m/d) IT-Support im Service Desk der Polizei
    Präsidium Technik, Logistik, Service der Polizei, Stuttgart
  2. Webentwickler für WordPress Projekte (m/w/d)
    Brainson GmbH, Freiburg
Detailsuche

Die ging so: Wenn unabhängige Wirtschaftsprüfer bestätigen, dass über das Portal von G2A auch illegal erworbene Keys für das von Wube programmierte Aufbauspiel Factorio verkauft werden, erhält der Betroffene - in diesem Fall Wube Software - die entstandenen Schäden sowie einen Betrag in zehnfacher Höhe überwiesen.

Die Sache ist nun abgeschlossen - zwar ohne externe Prüfer, sondern nach einer internen Untersuchung. Dabei habe sich herausgestellt, dass von den 321 Keys, die Wube verdächtig erschienen waren, genau 198 unrechtmäßig über G2A verkauft worden waren. 123 Keys seien über andere Plattformen zu Geld gemacht worden.

Als Folge dieses Ergebnisses will G2A nun die vereinbarten rund 40.000 US-Dollar an Wube auszahlen. In einem Nebensatz in seinem Firmenblog macht der Key-Reseller gegenüber der Branche am 20. Mai 2020 noch ein Versprechen.

Golem Karrierewelt
  1. ITIL 4® Foundation: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    12./13.12.2022, virtuell
  2. AZ-500 Microsoft Azure Security Technologies (AZ-500T00): virtueller Vier-Tage-Workshop
    30.01.-02.02.2023, virtuell
Weitere IT-Trainings

Das dürfte für die Spieleanbieter langfristig sehr wichtig werden - wenn es denn eingehalten wird: Ab sofort will G2A den Entwicklerstudios die Kosten für Rückbuchungen vollständig erstatten, falls diese nachgewiesenermaßen durch illegale Aktivitäten zustande gekommen sind.

Diese Kosten entstehen, wenn etwa Kreditkartenunternehmen die mit gestohlenen Daten gekauften Transaktionen wieder rückgängig machen. Für jede Rückbuchung wird eine Gebühr von rund 20 US-Dollar verlangt, so dass schnell recht hohe Kosten entstehen - die bislang nicht G2A bezahlen musste, sondern die Entwickler.

Deshalb hatte ein Brancheninsider im Sommer 2019 gesagt, dass Spieler im Zweifel "lieber Schwarzkopien als Key-Reseller" verwenden sollten, weil die Studios so wenigstens die hohen Gebühren sparen. Vertreter der Spielebranche hatten G2A jahrelang vorgeworfen, nur halbherzig gegen den Verkauf gestohlener Keys über seinen Marktplatz vorzugehen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Clown 27. Mai 2020

Mir ist das erst vor kurzem passiert. Bei Amazon ein Exemplar von Kingdom Come...

Qual 27. Mai 2020

Die Banken sichern sich auf Kosten der Kunden ab. Dabei sind sie die Schuldigen, da sie...

Eheran 26. Mai 2020

Nein, viel (viel viel) weniger :D Ich glaube ich laste nicht mal 100 aus.

Peter V. 26. Mai 2020

Wenn China jetzt einen chinesischen Inspektor schickt und der bestätigt, dass dem so...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Urheberrechtsverletzung
US-Marine muss Strafe an deutsche Firma bezahlen

Noch während der Lizenzverhandlungen installierte die US-Marine eine Software auf über 500.000 Rechnern. Sechs Jahre später muss sie dafür bezahlen.

Urheberrechtsverletzung: US-Marine muss Strafe an deutsche Firma bezahlen
Artikel
  1. Karmesin und Purpur: Nintendo entschuldigt sich für Probleme mit Pokémon
    Karmesin und Purpur
    Nintendo entschuldigt sich für Probleme mit Pokémon

    Schwache Grafik und trotzdem Ruckler: Viele Spieler ärgern sich über den technischen Zustand von Pokémon Karmesin/Purpur.

  2. Bayern: Arbeitszeit von mehr als 10 Stunden am Tag gefordert
    Bayern
    Arbeitszeit von mehr als 10 Stunden am Tag gefordert

    Die bayerische Arbeitsministerin plädiert für mehr Flexibilität am Arbeitsplatz und will mehr als zehn Stunden Arbeit pro Tag erlauben.

  3. EuGH: Google legt erneut Einspruch gegen Milliardenstrafe ein
    EuGH
    Google legt erneut Einspruch gegen Milliardenstrafe ein

    Google will keine 4,125 Milliarden Euro zahlen und zieht mit dem Fall vor den Europäischen Gerichthof. Es geht um Android.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 jetzt bestellbar • LG OLED TV (2022) 55" 120Hz 949€ • Mindstar: Geforce RTX 4080 1.449€ • Tiefstpreise: G.Skill 32GB Kitt DDR5-7200 • 351,99€ Crucial SSD 4TB 319€, HTC Vive Pro 2 659€ • Samsung Cyber Week • Top-TVs (2022) LG & Samsung über 40% günstiger [Werbung]
    •  /