Spielebranche: Führende Mitglieder von Team Xecuter verhaftet
Das US-Justizministerium meldet auf seiner Webseite(öffnet im neuen Fenster) die Verhaftung von zwei führenden Mitgliedern von Team Xecuter.
Nach Angaben der Behörde soll die Gruppe zwischen Juni 2013 und August 2020 unter verschiedenen Namen und über mehrere Kanäle relativ professionell Tools und Hardware zum Cracken von Spielkonsolen sowie mit dem Verkauf von illegal kopierten Games verdient haben.
Laut Justizministerium hat Team Xecuter dazu Namen wie Gateway 3DS, Stargate, TrueBlue Mini, Classic2Magic sowie SX Lite verwendet.
Die Gruppe habe zeitweise erfolgreich den Anschein erweckt, "begeisterte Gamer" bei der Entwicklung "eigener nichtkommerzieller Spiele" zu unterstützen. Letztlich sei es aber vor allem darum gegangen, möglichst viel Geld zu verdienen.
Von den Aktivitäten der Gruppe sollen mehrere Plattformen betroffen sein, auch die Xbox und die Playstation. Besonders im Fokus von Team Xecuter standen aber Konsolen und Handhelds von Nintendo.
Die japanische Spielefirma ist im Mai 2020 mit Klagen gegen mehrere Webseiten vorgegangen, die Hardware und Software zum Knacken der Kopierschutzsysteme der Switch für knapp 50 US-Dollar verkauft haben.
Nach den neueren Angaben des Justizministeriums liegt aber die Vermutung nahe, dass alle oder die meisten dieser Seiten von Team Xecuter selbst betrieben wurden.

Die verhafteten Mitglieder von Team Xecuter wurden nicht in den USA festgenommen. Der eine wurde offenbar von Behörden in Frankreich verhaftet. Das Justizministerium strebt seine Auslieferung an. Der andere wurde in der Dominikanischen Republik verhaftet und bereits an die USA ausgeliefert. Gegen ein drittes Mitglied der Gruppe wird in China ermittelt.
Gegen alle wird wegen mehrerer Straftatbestände vorgegangen, unter anderem wegen Verschwörung zur Umgehung technologischer Maßnahmen, Geldwäsche und Betrug. Für die weiteren Ermittlungen sind das FBI und das HSI (Homeland Security Investigations) gemeinsam zuständig. Bislang hat sich öffentlich kein Spiele- oder Konsolenhersteller zu dem Fall geäußert.
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