Spielebranche: "Faule Hipster" - verzweifelt gesucht

In den USA gibt es eine skurrile Diskussion über die Arbeitsbedingungen in der Games-Branche. Deutsche Spielefirmen würden sich solche Luxusprobleme fast schon wünschen: Sie suchen nach Mitarbeitern. Golem.de hat darüber unter anderem mit Crytek und Blue Byte gesprochen. Die Studios haben mittlerweile viel zu bieten.

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Spielentwicklung bei CD Projekt Red
Spielentwicklung bei CD Projekt Red (Bild: CD Projekt Red)

Die einen sagen, es sei Horror pur, in den USA als Spielentwickler beschäftigt zu sein. Die anderen, es sei tiefenentspannter Spaß. Was davon stimmt? Das ist zumindest anhand der Wortmeldungen in einem aktuellen Streit über die Arbeitsbedingungen in den nordamerikanischen Studios kaum zu entscheiden. Ausgetragen wird die Diskussion von einer Handvoll Journalisten und Branchenvertretern über Onlineseiten wie Venturebeat.com.

Inhalt:
  1. Spielebranche: "Faule Hipster" - verzweifelt gesucht
  2. Junge Talente und der Senior-Level
  3. Studiensituation und Crunch

Besonders lautstark zu Wort gemeldet hat sich Alex St. John, einer der Erfinder von DirectX. Er findet, dass es sich die heutigen Entwickler zu leicht machen. Früher habe er bei Microsoft selbst bis zu 120 Stunden pro Woche geschuftet - und es nie bereut. Die heutigen Angestellten seien "faule Hipster", die wenig mehr machen, als "ihre Maus herumzuschieben", schreibt St. John in seinem Blog.

Auf der Quo Vadis 2016 in Berlin ist die Branche - inklusive der Besucher aus den USA - über den bizarren Diskurs alles andere als begeistert: Mit ihrem Berufsalltag hat der Streit wenig zu tun. Die Studios hierzulande haben andere Sorgen, gerade weil der Markt und damit viele der Firmen wachsen. "Die meisten deutschen Games-Unternehmen suchen händeringend nach Fachkräften, sowohl im kreativen als auch im technischen Bereich", sagt Maximilian Schenk, Geschäftsführer des Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) im Gespräch mit Golem.de. Nach Angaben des BIU waren Mitte 2015 rund 13.000 Menschen bei 450 Unternehmen in Deutschland mit der Entwicklung und dem Publishen von Games beschäftigt.

Wie viele Jobs in der deutschen Spielebranche insgesamt nicht besetzt sind, ist unklar - eine Übersicht über alle vakanten Posten gibt es nicht. Allein Crytek in Frankfurt meldet derzeit 42 unbesetzte Stellen. "Die meisten unserer offenen Positionen sind für Programmierer vorgesehen. Besonders gesucht seien Leute, die sich mit AI auskennen, und Spezialisten für C# und C++", so Personalchefin Andrea Hartenfeller.

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Laut Andrej Maibaum, dem Personalchef von Blue Byte in Düsseldorf, ist es derzeit schwierig, erfahrene Game Designer und Programmierer zu bekommen. "Insbesondere, was die Programmierer angeht, merkt man, dass am gesamten Arbeitsmarkt ein großer Bedarf an qualifizierten Kräften besteht. Die Spielebranche steht in direkter Konkurrenz zur restlichen Wirtschaft."

Das Münchner Entwicklerstudio Remote Control Productions arbeitet auch deshalb möglichst früh mit jungen Talenten von Universitäten. "Oft absolvieren die Studenten schon ihr Pflichtpraktikum bei uns, oder sie arbeiten bei uns als Werkstudenten", sagt Director Human Resources Ina Hoffmann.

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Junge Talente und der Senior-Level 
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Mossi 05. Mai 2016

Ich habe meine Ausbildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung vor mittlerweile 15...

Stippe 29. Apr 2016

Und wozu braucht man dann die Erfahrung? Wenn nach 2 Jahren sowieso wieder alles anders...

der_wahre_hannes 27. Apr 2016

Ging es hier jetzt um Kreativität oder um wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmen...

MartinSchemmel 27. Apr 2016

so.. das scheint ja die Runde zu machen. Das Problem bleibt hierzulande aber bestehen und...

TechnikerOS 26. Apr 2016

... nachdem viele Top-Entwickler nach CIG übergewandert sind um an der "StarEngine" zu...


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