Studiensituation und Crunch

Ina Hoffmann von Remote Control teilt diese Einschätzung: "Dadurch, dass sich die Politik bezüglich Games sehr gewandelt hat, findet hier mit den staatlichen Universitäten sehr viel Dialog statt." So biete die Technische Universität München schon seit Jahren den Studiengang Games Engineering an, der bei Studenten, aber auch bei den Unternehmen sehr gut ankomme.

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"Die privaten Ausbildungsinstitute haben den Vorteil, dass sie einen starken Fokus auf Praxisnähe setzen, so dass die jungen Studenten sehr schnell die Möglichkeit bekommen zu verstehen, wie der Berufsalltag in der Games-Industrie ausschaut. Ich bin sehr zuversichtlich, dass es in Zukunft ausreichend Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten mit einer guten Mischung an Theorie und Praxis geben wird", sagt Hoffmann.

Andrej Maibaum von Blue Byte verfolgt außerdem den Ansatz, sich in einer Initiative namens "Blue Byte goes Campus" regelmäßig mit Universitäten auszutauschen und die Bedürfnisse der Firma vorzutragen, aber auch Kooperationen zu bilden. Er lobt unter anderem die "Hochschule Trier mit ihrem Studiengang Informatik - Digitale Medien, oder auch das Cologne Gameslab, das der Technischen Hochschule Köln angeschlossen ist". Auf dem Karriereportal von Blue Byte sind derzeit außerdem eine ganze Reihe interessanter Posten ausgeschrieben.

Für die deutschen Entwicklerstudios spielt das Thema Crunch und Work-Life-Balance natürlich auch eine Rolle: "Wir als Unternehmen sind uns der dahinterstehenden Verantwortung bewusst", sagt Maibaum. "Wir sind dazu übergegangen, deutlich mehr Fokus auf das Projektmanagement zu legen, so dass wir in den vergangenen Jahren keine echten Crunch-Zeiten mehr hatten und diese auch für die Zukunft vermeiden wollen."

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Ina Hoffmann von Remote Control sagt, dass viele Entwickler durchaus bereit seien, für ihre Projekte "auch immer noch die Extrameile" zu gehen. Trotzdem versucht das Unternehmen, Crunchtime durch "vorherige, strukturierte Planung so gut es geht zu vermeiden." Vielen Arbeitnehmern gehe es bei der Work-Life-Balance aber vor allem um "flexible Arbeitszeiten, die Option auf Homeoffice und die Möglichkeit, regelmäßig Urlaub an einem Stück nehmen zu können."

Ein guter Ausgleich von Arbeit von Freizeit ist natürlich auch ein Thema bei Crytek - "aber wir erleben das nicht als Schwerpunkt der offenen Fragen von potenziellen Mitarbeitern", sagt Andrea Hartenfeller. Aber wenn man "Spiele entwickelt, ist sehr viel Leidenschaft dabei, und einige Mitarbeiter haben das, was sie hier beruflich machen, immer noch als Hobby, so dass die Grenzen teilweise fließend sind. Dennoch gilt: Crunchtime mag niemand, weder der Arbeitgeber noch der Arbeitnehmer."

Wer sich über Jobs in der Spielebranche informieren möchte: Am 23. April 2016 findet in Berlin der Recruiting Event Making Games Talents statt. Auf der Veranstaltung müssen sich nicht Interessierte bei den Firmen vorstellen, sondern die Unternehmen pitchen vor den Anwesenden. Jedes Entwicklerstudio hat dazu 30 Minuten Zeit und präsentiert dem Plenum seine Anforderungen, Leistungen sowie laufende Projekte. Austragungsort ist die Mediadesign Hochschule in Berlin-Kreuzberg (Lindenstraße 20-25, 10969 Berlin).

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 Junge Talente und der Senior-Level
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Mossi 05. Mai 2016

Ich habe meine Ausbildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung vor mittlerweile 15...

Stippe 29. Apr 2016

Und wozu braucht man dann die Erfahrung? Wenn nach 2 Jahren sowieso wieder alles anders...

der_wahre_hannes 27. Apr 2016

Ging es hier jetzt um Kreativität oder um wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmen...

MartinSchemmel 27. Apr 2016

so.. das scheint ja die Runde zu machen. Das Problem bleibt hierzulande aber bestehen und...



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