Abo
  • Services:

Spielebranche: Ex-Angestellter rechnet mit Valve ab

In der Öffentlichkeit gilt Valve (Half-Life, Steam) als vorbildhafte Firma, die Wirklichkeit scheint nicht ganz so toll zu sein: Der ehemalige Angestellte Rich Geldreich schreibt seit einigen Tagen auf Twitter, wie es hinter den Kulissen aussehen soll.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Firmenzentrale von Valve in Seattle
Die Firmenzentrale von Valve in Seattle (Bild: Valve Corporation)

Fiese Chefs und inkompetente Vorgesetzte gibt es bei Valve nicht - eigentlich. Das Unternehmen hinter Steam sowie einigen Spielklassikern wie Counter-Strike und Half-Life beschreibt sich auf seiner Webseite stolz als "Boss-free since 1996", der einzige echte Boss ist Firmengründer Gabe Newell. Berichte auf Arbeitgeber-Bewertungsseiten und vor allem ein 2012 ins Netz gelangtes, auffallend sympathisch aufgemachtes Handbuch für neue Mitarbeiter ("Willkommen in Flachland") haben das Image weiter aufpoliert.

Stellenmarkt
  1. Bundesanstalt für Straßenwesen, Bergisch Gladbach
  2. DEKRA SE, Stuttgart

Ein ehemaliger Angestellter namens Rich Geldreich, der von 2009 bis 2014 bei Valve gearbeitet hat, zeichnet seit ein paar Tagen in einer großen Masse an Beiträgen auf Twitter ein anderes Bild von dem Unternehmen. Allerdings nennt Geldreich dabei Valve selten direkt beim Namen - vermutlich auch, um Rechtsstreitigkeiten vorzubeugen. Stattdessen schreibt er über "sich selbst organisierende" Unternehmen. So schreibt Geldreich, dass es bei derartigen Firmen - womit wohl konkret Valve gemeint sein dürfte - wichtig sei, schnell die zentralen Figuren zu erkennen.

Er meint damit keine klassischen Chefs, sondern nennt sie unter anderem "Company Lifers". "Dies sind manchmal abgestumpfte, arrogante Leute, die endlose Säuberungen, Durcheinander und Chaos überlebt haben." Diese Personen würden letztlich den Ton angeben, mehr oder weniger subtil die Fäden ziehen und andere manipulieren. Die internen Kämpfe würden sich laut Geldreich vor allem um interne Boni drehen und darum, keine Kündigung zu bekommen.

Geldreich schreibt, dass es immer wieder vorkomme, dass Angestellte primär aus strategischen Gründen angeheuert würden, um etwa schnell ihr Know-how zu erlangen oder um ihre Freunde anstellen zu können. Tatsächlich gibt es bei Valve wohl recht viele Kündigungen und Personalwechsel. Das Handbuch für neue Mitarbeiter sei übrigens eher eine Art PR-Maßnahme gewesen, die absichtlich geleakt worden sei.

Außerdem twittert Geldreich über weitere Phänomene aus der Softwarebranche - etwa über relativ junge Leute, die durch Übernahmen oder hohe Boni sehr schnell sehr reich werden und sich dann rasch neue Häuser und Freundeskreise zulegen. Die meisten würden aber nach Fehlinvestitionen und zu hohen Ausgaben wieder auf dem Boden der Tatsachen landen. Ob er dieses Phänomen auch speziell bei Valve beobachtet hat, ist nicht ganz klar.

Rich Geldreich macht allerdings deutlich, dass er nicht grundsätzlich gegen sich selbst organisierende Unternehmen und für klassische Hierarchien ist. Im Gegenteil, er selbst könne sich kaum vorstellen, wieder in einer Firma mit typischen Bossen und Vorgesetzten zu arbeiten.

Inzwischen ist Richman sein eigener Boss. Zusammen mit einem Partner hat er ein Startup namens Binomial gegründet, das eine selbst entwickelte Software zur Kompression von Texturen und Bildern vermarktet.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 399,00€ (Wert der Spiele rund 212,00€)
  2. (u. a. Pro Evolution Soccer 2019 8,50€, Styx: Shards of Darkness 9,99€)
  3. (u. a. Far Cry New Dawn 22,49€, Assassin's Creed Odyssey 29,99€)
  4. 62,90€

Phantom 22. Jul 2018

Hast du meine Antwort noch erhalten? Auf deinen Post gestern der hier gelöscht wurde.

Niaxa 22. Jul 2018

Gegen den Gast hat keiner was... Nur wenn er ins Wohnzimmer scheißt. Weiß gar nicht...

blaub4r 22. Jul 2018

Fehlt nur noch der Amazon ref link in der Überschrift und ein total bescheuertes valve...

sio1Thoo 22. Jul 2018

Deine Theorie koennte sogar stimmen. "Rich Geldreich" und "Richard Geldreich" liefern...

Vollstrecker 21. Jul 2018

Das ist der Neffe von Sir vermoegen.


Folgen Sie uns
       


HP Spectre Folio - Test

Das HP Spectre Folio sieht außergewöhnlich aus, riecht gut und fühlt sich weich an. Das liegt an dem Echtleder, welches das Gehäuse einhüllt. Allerdings zeigen sich im Test die Nachteile des Materials.

HP Spectre Folio - Test Video aufrufen
Geforce GTX 1660 im Test: Für 230 Euro eine faire Sache
Geforce GTX 1660 im Test
Für 230 Euro eine faire Sache

Die Geforce GTX 1660 - ohne Ti am Ende - rechnet so flott wie AMDs Radeon RX 590 und kostet in etwa das Gleiche. Der klare Vorteil der Nvidia-Grafikkarte ist die drastisch geringere Leistungsaufnahme.

  1. Nvidia Turing OBS unterstützt Encoder der Geforce RTX
  2. Geforce GTX 1660 Ti im Test Nvidia kann Turing auch günstig(er)
  3. Turing-Grafikkarten Nvidias Geforce 1660/1650 erscheint im März

Uploadfilter: Voss stellt Existenz von Youtube infrage
Uploadfilter
Voss stellt Existenz von Youtube infrage

Gut zwei Wochen vor der endgültigen Abstimmung über Uploadfilter stehen sich Befürworter und Gegner weiter unversöhnlich gegenüber. Verhandlungsführer Voss hat offenbar kein Problem damit, wenn es Plattformen wie Youtube nicht mehr gäbe. Wissenschaftler sehen hingegen Gefahren durch die Reform.

  1. Uploadfilter Koalition findet ihren eigenen Kompromiss nicht so gut
  2. Uploadfilter Konservative EVP will Abstimmung doch nicht vorziehen
  3. Uploadfilter Spontane Demos gegen Schnellvotum angekündigt

Galaxy S10+ im Test: Top und teuer
Galaxy S10+ im Test
Top und teuer

Mit dem Galaxy S10+ bringt Samsung erstmals eine Dreifachkamera in eines seiner Top-Smartphones. Die Entwicklung, die mit dem Galaxy A7 begann, hat sich gelohnt: Das Galaxy S10+ macht sehr gute Bilder, beim Preis müssen wir aber schlucken.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Samsung Gesichtsentsperrung des Galaxy S10 lässt sich austricksen
  2. Samsung Galaxy S10 Europäer erhalten weiter langsameren Prozessor
  3. Galaxy S10 im Hands on Samsung bringt vier neue Galaxy-S10-Modelle

    •  /