• IT-Karriere:
  • Services:

Spielebranche: EU geht gegen Geoblocking bei Steam vor

Valve als Betreiber von Steam steht im Mittelpunkt einer Untersuchung der EU-Kommission, die Vertriebsbeschränkungen bei PC-Spielen stoppen soll. Ebenfalls betroffen ist eine Reihe von Publishern.

Artikel veröffentlicht am ,
Logo von Steam
Logo von Steam (Bild: Valve Corporation)

Die für Wettbewerb zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager hat eine Untersuchung eingeleitet, bei der es um Geoblocking beim Vertrieb von PC-Spielen geht. Betroffen ist primär Valve mit seinem Onlineportal Steam, des Weiteren geht es um die Publisher Bandai Namco, Capcom, Focus Home, Koch Media (bekannt als Deep Silver) und Zenimax - die Firma hinter Bethesda.

Stellenmarkt
  1. Trenkwalder Personaldienste GmbH, Hannover
  2. Landkreis Stade, Stade

Die Unternehmen sollen den Vorwürfen zufolge gemeinsam verhindern, dass etwa Kunden aus Hochpreisländern wie Deutschland oder England ein Computerspiel über Steam in einem Land mit niedrigeren Preisen - genannt werden unter anderem Polen und Ungarn - kaufen können. Dabei geht es nicht um den Verkauf von Spielen über Steam, sondern um die Aktivierungsschlüssel, die etwa in einer Boxed Version zum Freischalten des eigentlichen Games enthalten sind.

"In einem digitalen Binnenmarkt sollten die europäischen Verbraucher das Recht haben, Computerspiele unabhängig von ihrem Wohnsitz in der EU zu kaufen und zu verwenden", kommentiert Vestager. "Die Verbraucher sollten nicht daran gehindert werden, in anderen Mitgliedstaaten einzukaufen, um das beste Angebot zu finden." Valve und die fünf PC-Videospielherausgeber werden ausdrücklich aufgefordert, sich zu den Vorwürfen der Kommissarin zu äußern.

Nach Auffassung der Kommissarin sollen sich die Publisher mit Valve abgesprochen haben. Außerdem sollen die fünf Publisher gemeinsam mit weiteren Vertriebsfirmen - also nicht Valve, Namen werden aber keine genannt - ähnliche Absprachen getroffen haben, und zwar sowohl über den Verkauf im stationären Handel wie über andere Downloadplattformen.

Die Untersuchung befindet sich noch in einem frühen Stadium. Die Unternehmen haben nun ausreichend Zeit, auf die Vorwürfe zu reagieren - eine konkrete Frist gibt es ausdrücklich nicht. Sollten sie sich gar nicht zu Wort melden oder sollten sich die mutmaßlichen Wettbewerbsverstöße bestätigen, drohen Strafen in Höhe von 10 Prozent des jährlichen weltweiten Umsatzes. Bislang hat sich keine der Firmen öffentlich in der Angelegenheit geäußert.

Nachtrag vom 5. April 2019, 18:25 Uhr

Valve hat sich in einer Pressemitteilung zu den Vorwürfen geäußert. Das Unternehmen schreibt, dass die Regionalsperren nur für etwa 3 Prozent aller Spiele gegolten hätten; gemeint ist der Zeitpunkt zu Beginn der Untersuchungen durch die EU-Kommission im Jahr 2013.

Ab 2015 habe Valve die Sperren aufgehoben - "es sei denn, diese Sperren waren aufgrund lokaler gesetzlicher Regelungen (z. B. der deutschen Jugendschutzgesetze) oder wegen Lizenzbegrenzungen der Partner erforderlich", so das Unternehmen.

Außerdem schreibt Valve, dass die die Abschaffung von Regionalsperren bedeuten werde, "dass Publisher wahrscheinlich die Preise in weniger wohlhabenden Regionen erhöhen, um Preisarbitrage zu vermeiden".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (aktuell u. a. Emtec X150 Power Plus SSD 480 GB für 52,90€, Apacer AS340 120 GB SSD für 18...
  2. 285,71€ (Bestpreis!)
  3. (u. a. Surface Go ab 379,00€, Surface Pro 7 ab 764,00€, Surface Laptop 2 ab 999,00€)
  4. 21,00€ (Standard)/35,00€ (Gold)/42,00€ (Ultimate)

Dwalinn 08. Apr 2019

Solange wir von ein paar tausend Spieler reden die ausländische Keys kaufen ist das eh...

Dwalinn 08. Apr 2019

Und die 30¤ waren für neue games? Mein lieblings Händler ist mit den Preisen auch immer...

My1 08. Apr 2019

naja auch das trifft nicht ganz zu, da es 4 listen gibt iirc nur bei Listen B und D gilt...

FreiGeistler 08. Apr 2019

Öhm, hier geht es um illegale Absprachen...

backdoor.trojan 06. Apr 2019

Mein Youtube premium Abo bezahle ich in russischen Rubel :)


Folgen Sie uns
       


Brett Butterfield von Adobe zeigt KI-Bildersuche per Sprache (englisch)

Der Befehl: "Mehr Kaffee!" zeigt tatsächlich mehr Kaffee.

Brett Butterfield von Adobe zeigt KI-Bildersuche per Sprache (englisch) Video aufrufen
Ryzen Mobile 4000 (Renoir): Lasst die Ära der schrottigen AMD-Notebooks enden!
Ryzen Mobile 4000 (Renoir)
Lasst die Ära der schrottigen AMD-Notebooks enden!

Seit vielen Jahren gibt es kaum Premium-Geräte mit AMD-Chips und selbst bei vermeintlich identischer Ausstattung fehlen Eigenschaften wie eine beleuchtete Tastatur oder Thunderbolt 3. Schluss damit!
Ein IMHO von Marc Sauter

  1. HEDT-Prozessor 64-kerniger Threadripper schlägt 20.000-Dollar-Xeons
  2. Ryzen Mobile 4000 AMDs Renoir hat acht 7-nm-Kerne für Ultrabooks
  3. Zen+ AMD verkauft Ryzen 5 1600 mit flotteren CPU-Kernen

Kaufberatung (2020): Die richtige CPU und Grafikkarte
Kaufberatung (2020)
Die richtige CPU und Grafikkarte

Grafikkarten und Prozessoren wurden 2019 deutlich besser, denn AMD ist komplett auf 7-nm-Technik umgestiegen. Intel hat zwar 10-nm-Chips marktreif, die Leistung stagniert aber und auch Nvidia verkauft nur 12-nm-Designs. Wir beraten bei Komponenten und geben einen Ausblick.
Von Marc Sauter

  1. SSDs Intel arbeitet an 144-Schicht-Speicher und 5-Bit-Zellen
  2. Schnittstelle PCIe Gen6 verdoppelt erneut Datenrate

IT-Gehälter: Je nach Branche bis zu 1.000 Euro mehr
IT-Gehälter
Je nach Branche bis zu 1.000 Euro mehr

Wechselt ein ITler in eine andere Branche, sind auf dem gleichen Posten bis zu 1.000 Euro pro Monat mehr drin. Welche Industrien die höchsten und welche die niedrigsten Gehälter zahlen: Wir haben die Antworten auf diese Fragen - auch darauf, wie sich die Einkommen 2020 entwickeln werden.
Von Peter Ilg

  1. Softwareentwickler Der Fachkräftemangel zeigt sich nicht an den Gehältern

    •  /