Spielebranche: Epic Games zwischen Unreal Engine und Lego-Klötzchen

Sony und die Holding hinter Lego investieren viel Geld in Epic Games. Es geht nicht nur um ein Klötzchen-Metaverse.

Eine Analyse von veröffentlicht am
Artwork von Fortnite
Artwork von Fortnite (Bild: Epic Games)

Eine Sorge dürfte Tim Seeney, Chef von Epic Games, nicht haben: Dass seinem Unternehmen irgendwann das Geld ausgeht. Mit Fortnite fließen sowieso ständig frische Dollar in die Firmenkassen, und nun sorgen neue Investments für noch mehr Kapital. Die Sony Group Corporation sowie Kirkbi - die Holding hinter Lego - beteiligen sich für jeweils eine Milliarde US-Dollar an Epic Games.

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Im Falle von Sony handelt es sich bereits um die dritte derartige Beteilung - und um die größte. Im Sommer 2021 hatte der japanische Konzern zuerst rund 250 Millionen US-Dollar und später 200 Millionen US-Dollar in Epic Games investiert.

Analysten schätzen, dass Sony nun einen Anteil in Höhe von 5 bis 6 Prozent an dem Studio hält. Lego dürfte rund 2 bis 3 Prozent besitzen.

Der größte externe Anteilseigner an Epic Games bleibt der chinesische Technologiekonzern Tencent, dem rund 40 Prozent gehören. Dafür hatte das Unternehmen im Jahr 2012 gerade mal 330 Millionen US-Dollar bezahlt.

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Seitdem ist die Bewertung des Studios massiv gewachsen, nach offiziellen Angaben auf momentan rund 31,5 Milliarden US-Dollar. Aufgrund der Aktienstruktur kann Tim Sweeney weiterhin alle Entscheidungen allein treffen.

Sony und Lego dürften sehr unterschiedliche Gründe für ihre jeweiligen Beteiligungen haben. Für Lego geht es nach Angaben von Kirkbi-Chef Søren Thorup Sørensen, sich langfristig im Bereich des Metaverse zu engagieren.

Damit meint er aber wesentlich mehr als nur einen Trend: Rund eine Woche vor Bekanntgabe der Beteiligung haben Lego und Epic Games ein gemeinsames Großprojekt angekündigt, nämlich eine Onlinewelt für Kinder auf Basis der bunten Klötzchen. Details sind nicht bekannt.

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Sony interessiert sich für die Unreal Engine 5

Kenichiro Yoshida zeigt in seinem Kommentar eher Interesse an der Technologie von Epic Games: "Wir sind sicher, dass das Know-how von Epic, einschließlich ihrer leistungsstarken Unreal Engine, in Kombination mit den Technologien von Sony die Entwicklung neuer digitaler Fan-Erlebnisse im Sport und unsere virtuellen Produktionsinitiativen beschleunigen wird."

Schon zu der ersten Beteiligung von Sony kam es als Folge einer Kooperation rund um die Unreal Engine 5, wie die Unternehmen damals gesagt haben. Allerdings müssen sich Konkurrenten vorerst wohl keine Sorgen machen, dass die Laufzeitumgebung demnächst nur noch auf der Playstation zur Verfügung steht.

Die beiden Unternehmen haben damals ausdrücklich gesagt, dass Epic Games wie bisher für alle Plattformen offen sei. Das gilt für PC-Spiele und den Epic Games Store, aber auch für Microsoft mit der Xbox Series X, für die Nintendo Switch sowie für mobile Plattformen.

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Blair 12. Apr 2022 / Themenstart

Die Server und das Personal fallen wohl kaum ins Gewicht bei den Beträgen, die da...

Sharazz 12. Apr 2022 / Themenstart

Naja, da Epic keine offen gehandelte Aktiengesellschaft ist, wird das schwer mit dem "um...

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