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Spielebranche: Crytek verkauft Homefront mitsamt Studio an Koch Media

Für angeblich rund 500.000 US-Dollar hatte Crytek die Rechte an Homefront von THQ gekauft, nun geht das Actionspiel an Koch Media – mitsamt dem britischen Entwicklerstudio. Außerdem will Crytek seine US-Niederlassung verkleinern.
/ Peter Steinlechner
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Homefront: The Revolution (Bild: Crytek)
Homefront: The Revolution Bild: Crytek

Der Münchner Publisher Koch Media(öffnet im neuen Fenster) (die Firma hinter Deep Silver) kauft die Marke Homefront und alle dazugehörigen Assets von Crytek(öffnet im neuen Fenster) . Die neu gegründeten Deep Silver Dambuster Studios im britischen Nottingham werden die Entwicklung fortsetzen – das Studio ist letztlich die umgewandelte Niederlassung von Crytek, die schon länger an Homefront arbeitet. Finanzielle Details zu der Transaktion sind nicht bekannt.

Homefront The Revolution – Trailer (Ankündigung)
Homefront The Revolution – Trailer (Ankündigung) (02:27)

Crytek selbst hatte die Rechte an Homefront Anfang 2013 für angeblich rund 500.000 US-Dollar vom insolventen Publisher THQ gekauft. "Wir glauben sehr an das Potenzial von Homefront und sind sicher, dass das neue Team den guten Kurs fortsetzen wird, den wir in den vergangenen Jahren eingeschlagen haben" , kommentiert Klemens Kundratitz, Chef von Koch Media. Deep Silver Dambuster Studios ist nach Deep Silver Volition (USA) und Deep Silver Fishlabs (Hamburg) das dritte Entwicklerstudio in der Koch-Media-Gruppe.

Crytek gibt außerdem bekannt, den Großteil der Entwicklungsarbeit am Free-to-Play-Shooter Hunt von der Niederlassung in der US-Stadt Austin in die Zentrale nach Frankfurt zu verlagern. Die Angestellten sollen sich dort bewerben können, ansonsten verlieren sie ihren Job. Ein Restteam soll das Lizenzgeschäft mit der Cryengine betreuen.

Crytek Hunt – Trailer (Ankündigung)
Crytek Hunt – Trailer (Ankündigung) (00:50)

Am Status der Crytek-Studios in Budapest, Istanbul, Kiew und Sofia soll sich vorerst nichts ändern. Allerdings prüft das Unternehmen, ob die Niederlassungen in Schanghai und Seoul enger zusammenarbeiten könnten.

Der Verkauf von Homefront und die Restrukturierung von einigen seiner Studios sind Teil des Plans, mit dem Crytek seine finanziellen Probleme bewältigen möchte. In den vergangenen Wochen gab es wiederholt Berichte über nicht ausbezahlte Gehälter und andere Schwierigkeiten.


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