Spielebranche: China erkennt E-Sportler als Beruf an
Wie jetzt erst im Westen bekannt geworden ist, hat das chinesische Ministerium für Arbeit und soziale Sicherheit Ende Januar 2019 mehrere neue Berufe aus dem Hightech-Bereich anerkannt. Neben KI-Ingenieur, Ingenieur für Big Data und Drohnenpilot stehen in der Liste auch zwei Jobs aus dem Bereich des Computerspielens. E-Sports Observer sind für die Veranstaltung von Turnieren und verwandte Tätigkeiten zuständig, etwa die Produktion von Merchandise.
Der andere offiziell anerkannte Beruf ist der des Profispielers, der schlicht E-Sports Professional heißt. Gleichzeitig fallen aber auch Kommentatoren oder Trainer unter diese Bezeichnung. Merkwürdigerweise ist bei den Beschreibungen der Professionals auch das Account Boosting mit aufgeführt, wie unter anderem The E-Sports Observer(öffnet im neuen Fenster) meldet.

Mit Account Boosting ist gemeint, dass ein Spieler einem anderen hilft, möglichst schnell Punkte zu sammeln, um etwa im Rang aufzusteigen. In allen Ligen und bei allen Turnieren ist das untersagt – weil es Cheating ist. Warum die Behörde das Account Boosting mit zum Berufsbild der Professionals zählt, ist unklar. Vermutlich handelt es sich um einen Fehler der Behörde.
In China ist Computerspielen zwar zum Teil streng reguliert – Games müssen vom Staat freigegeben werden, teils gibt es Spielzeitbeschränkungen. Das professionelle und sportorientierte Gaming wird aber intensiv gefördert, weswegen einige der Teams des Landes weltweit erfolgreich um Prestige und Preisgelder kämpfen. Im Sommer 2018 entschied etwa die aus China stammende Mannschaft OMG das Pubg Global Invitational in Berlin gegen starke Konkurrenz aus dem Westen für sich.
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