Spielebranche: Belegschaft von Blizzard probt den Gehaltsaufstand

Der Firmenchef kassiert Millionen, Beschäftigte in der Qualitätssicherung bekommen den Mindestlohn: Bei Blizzard brodelt es wegen der Gehälter.

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Messestand von Blizzard auf der Gamescom
Messestand von Blizzard auf der Gamescom (Bild: Sascha Steinbach/Getty Images)

Bei dem kalifornischen Entwicklerstudio Blizzard soll eine allgemeine Gehaltserhöhung für Verärgerung in der Belegschaft gesorgt haben. Die Beschäftigten hätten ein deutliches Plus erwartet, in vielen Fällen habe die Erhöhung aber bei weniger als 10 Prozent gelegen, schreibt Bloomberg. Das Magazin spricht von einer "Revolte".

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Eine Lohnerhöhung, bei der 10 Prozent irgendwie mit im Raum stehen, klingt auf den ersten Blick gar nicht so schlecht - insbesondere in Zeiten der Coronapandemie. Bei Blizzard wird laut Bloomberg aber ein Teil der Belegschaft schon sehr lange schlecht bezahlt.

Teils lägen die Gehälter beim Mindestlohn oder knapp darüber, heißt es in dem Bericht. In den vergangenen Monaten sei die ausbezahlte Summe teils sogar gesunken, weil weniger Überstunden geleistet worden seien. Dabei gelte die Gegend rund um die Firmenzentrale in Irvine als extrem teuer.

In den internen Foren habe es in den vergangenen Jahren Berichte von Angestellten gegeben, die sich kein Essen in der Kantine leisten könnten und deshalb versucht hätten, den Hunger mit dem kostenlosen Kaffee zu unterdrücken.

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Laut Bloomberg hatten nach der niedriger als erhofft ausgefallenen Gehaltserhöhung die Mitarbeiter ihre Löhne nun anonym in einer Vergleichstabelle erfasst und diese dem Magazin zugespielt. Ziel ist es offenbar, den öffentlichen Druck auf die Firma zu erhöhen.

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Blizzard und das ebenfalls zu dem Konzern gehörende Partnerunternehmen Activision stehen schon länger wegen sozialer Schieflagen in der Kritik. Dabei geht es meist um Firmenchef Bobby Kotick: Gewerkschaftsnahe Aktionärsvertreter hatten erst Anfang Juni 2020 die hohen Zahlungen an Kotick kritisiert, der 2019 fast 30 Millionen US-Dollar erhielt und damit zu den bestbezahlten CEOs in den USA gehört.

Auch andere leitende Angestellte von Activision Blizzard sollen hohe Gehälter und Boni bekommen haben. Anderseits hat das Unternehmen erst im Frühjahr 2019 rund 800 Mitarbeitern gekündigt. Blizzard arbeitet momentan unter anderem an Diablo 4, Overwatch 2 und an der Erweiterung Shadowlands für World of Warcraft.

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wo.ist.der... 06. Aug 2020

Und wie jeder weiß gibt es nur ein hartes Entweder/Oder....

kommentar4711 05. Aug 2020

Dann sollte man sich aber halt lieber einfach einen anderen Job suchen anstatt zu...

eechauch 05. Aug 2020

Naja, also so unvorstellbar finde ich das jetzt nicht. Die Preise in Kantinen schwanken...

eechauch 05. Aug 2020

Das stimmt halt nur so halb. Ja, es gibt einige sehr starke Gewerkschaften in den USA (z...



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