Spielebranche: Ausgerechnet Erfolg von Subnautica 2 wird für Krafton teuer
Der Streit um Subnautica 2 und einen umstrittenen Bonus geht in die nächste Runde. Nach dem Early-Access-Start des Survivalspiels am 14. Mai 2026 könnte für den südkoreanischen Publisher Krafton eine milliardenschwere Wette teuer werden.
Wie die Korea Economic Daily(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) berichtet, dürfte das Unternehmen vor einer Bonuszahlung von bis zu 250 Millionen US-Dollar stehen, die seit Monaten im Mittelpunkt eines Rechtsstreits mit den ehemaligen Chefs des Subnautica-2-Entwicklerstudios Unknown Worlds steht.
Hintergrund ist die Übernahme von Unknown Worlds im Jahr 2021. Damals zahlte Krafton rund 500 Millionen US-Dollar und vereinbarte zusätzlich eine erfolgsabhängige Bonusregelung. Sollte das Studio bestimmte Umsatzschwellen erreichen, wären weitere bis zu 250 Millionen US-Dollar fällig.
Die Formel ist offenbar ungewöhnlich stark zugunsten des Studios ausgelegt. Nach Überschreiten eines festgelegten Umsatzwerts muss Krafton für jeden zusätzlichen US-Dollar Umsatz mehr als drei US-Dollar Bonus zahlen, bis die Obergrenze erreicht ist.
Um diese Zahlung entbrannte 2025 ein Konflikt. Krafton entließ damals die Mitgründer Charlie Cleveland und Max McGuire sowie CEO Ted Gill. Gleichzeitig wurde Subnautica 2 von 2025 auf 2026 verschoben.
Gegenseitige Vorwürfe
Die ehemaligen Studioleiter warfen Krafton daraufhin vor, die Verschiebung gezielt vorgenommen zu haben, um die Bonuszahlung zu verhindern. Krafton wies die Vorwürfe zurück.
Im März 2026 erzielten die Kläger jedoch einen Zwischenerfolg vor Gericht. Ein Richter ordnete die Wiedereinsetzung von Gill als CEO an und verlängerte den Zeitraum für die Erreichung der Bonusziele bis mindestens September 2026. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass Krafton vertragliche Vereinbarungen verletzt habe.
Nun könnte sich diese Entscheidung auszahlen. Laut dem Bericht der Korea Economic Daily hat Subnautica 2 bereits mehr als vier Millionen Exemplare verkauft. Damit erscheint es zunehmend wahrscheinlich, dass die vertraglich vereinbarten Umsatzschwellen erreicht oder sogar überschritten werden. Krafton selbst soll bereits prüfen, in welchem Umfang Zahlungen fällig sind.