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Spielebranche: Auch buntes Spieleblut ist in China künftig verboten

Keine Glücksspielelemente, kein Blut und keine Leichen: Die Behörden in China haben ihre Richtlinien für die Freigabe von Computerspielen überarbeitet. Publisher wie Netease und Tencent haben außerdem weitere Verschärfungen bei der maximalen Spieldauer angekündigt.

Artikel veröffentlicht am ,
Spieler in der chinesischen Millionenstadt Jinan
Spieler in der chinesischen Millionenstadt Jinan (Bild: Greg Baker/AFP/Getty Images)

Viele Chinesen sind leidenschaftliche Gamer - entsprechende Messen und Veranstaltungen (Report auf Golem.de) sind gut besucht, mobilspielende Personen gehören zum Straßenbild. Die Behörden des Landes haben nun neue Richtlinien für den Freigabeprozess neuer Titel veröffentlicht. Sie sehen eine Reihe von Verschärfungen vor, die vor allem die Bereiche Gewalt, Glücksspielelemente und den Blick auf China und seine Geschichte betreffen.

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Künftig dürfen Spiele in China keine Leichen mehr zeigen, auch Bluteffekte und Ähnliches sind untersagt. Dabei soll es laut Berichten in Magazinen wie Gizmodo nicht ausreichen, rotes Blut einfach in einer anderen Farbe darzustellen, wie es mit weiteren oberflächlichen Änderungen (Maschinen statt Menschen) jahrelang von den Jugendschutzbehörden in Deutschland geduldet wurde.

Verboten sind künftig Games mit Glücksspielelementen, etwa Poker und Mahjong. Auch Spiele, die einen kritischen Blick auf China oder seine Geschichte einnehmen, sollen keine Freigabe mehr erhalten. Das Beratungsunternehmen Nike Partners schreibt, dass die neuen Regelungen Ende April 2019 in Kraft träten. Für ihre Kontrolle ist eine neue Einrichtung namens State Administration of Press and Publication (SAPP) zuständig.

Der chinesische Spielemarkt gilt als der zweitgrößte der Welt. Insgesamt sollen 2018 in dem Land mit Games rund 30 Milliarden US-Dollar an Umsätzen erzielt worden sein - nur in den USA waren es mit 43 Milliarden US-Dollar noch mehr. Zum Vergleich: In Deutschland setzte die Branche im Jahr 2018 rund 4,37 Milliarden Euro um.

Obwohl Gaming in China viele Arbeitsplätze geschaffen hat, beliebt ist und Publishern wie Tencent (Arena of Valor) und Netease die internationale Expansion ermöglichte, gehen die Behörden seit einigen Monaten restriktiv mit der Branche um. 2018 gab es erstmals einen mehrmonatigen Stopp bei der Freigabe neuer Mobile Games, der Rückstau ist immer noch nicht abgearbeitet.

Netease und Tencent verschärfen gerade - mutmaßlich unter Druck der Behörden - ihre Beschränkungen bei der Spielzeit jüngerer Gamer. Tenscent kündigte Mitte April 2019 an, dass Personen unter 16 Jahren die ausdrückliche Zustimmung ihrer Eltern zum Spielen benötigten, und selbst damit könnten sie künftig maximal zwei Stunden am Tag spielen, schreibt Gamesindustry. Bislang galt diese Vorgabe nur für Personen unter 13 Jahren.

Netease führte Ende Januar 2019 ähnlich strenge Beschränkungen ein. Solche Spielzeitsperren lassen sich nicht ohne Weiteres umgehen, weil bei der Anlage neuer Nutzerkonten die Angabe der Ausweisnummer vorgeschrieben ist.

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sofries 15. Mai 2019

Einfach nicht um den heißen Brei reden, sondern KONKRET ein Beispiel nennen. Dann kann...

Eisboer 24. Apr 2019

Offensichtlich ist der Markt groß genug, dass sich eine eigene Version lohnt. Sollen sie...

Micha_T 24. Apr 2019

Nicht überall auf der welt ist die trennung zwischen spiel und realität so fern. Ich...

Elektro Erhan 24. Apr 2019

*MORTAL KOMBAT.

Anonymer Nutzer 23. Apr 2019

Ich würde schlicht empfehlen beides zu kritisieren, dagegen sollte niemand etwas haben :)


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