Spielebranche: Atari kauft Erzrivalen Intellivision
Vor rund 45 Jahren hätte der Deal für wochenlange Diskussionen unter Gamern gesorgt: Atari kauft Intellivision. Die Fans der beiden klassischen Konsolen- und Videospieleanbieter waren früher regelrechte Gegner, die von der technischen und sonstigen Überlegenheit ihres Systems überzeugt waren.
Atari kauft neben den Rechten an Intellivision auch mehr als 200 Spiele aus der Bibliothek des Klassikers. Finanzielle Details zu der Transaktion liegen nicht vor.
Einschränkend muss man hinzufügen, dass weder Atari noch Intellivision von heute noch wirklich etwas mit den Firmen von damals zu tun haben – es geht primär um Markenrechte.
In der offiziellen Pressemitteilung kündigte Atari(öffnet im neuen Fenster) an, die von Intellivision im Jahr 2018 präsentierte Amico-Heimkonsole zu veröffentlichen.
Das Gerät hat eine bewegte Geschichte hinter sich, treibende Kraft hinter der bislang gescheiterten Veröffentlichung war der Rockmusiker Tommy Tallarico.
Mattel war zeitweise ein führender Konsolenhersteller
Nach Terminverschiebungen und Finanzproblemen ging man eigentlich davon aus, dass die Amico nie auf den Markt kommt. Atari nannte keine Details – so ist unklar, ob das ursprüngliche Konzept von familienfreundlicher Unterhaltung und einer Verbindung von Spielen auf der Konsole und auf Smartphones tatsächlich umgesetzt wird.
Die Games sollen grundsätzlich über einen Solomodus sowie Multiplayer für bis zu acht Teilnehmer verfügen. Zudem sollen sie immer einen dynamischen Schwierigkeitsgrad haben, so dass man unabhängig vom Können Spaß haben kann.
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Der Markenname Intellivision stammt von einer Konsole, die der Spielzeughersteller Mattel im Jahr 1979 auf den Markt brachte. Anfangs war sie ein großer Erfolg, weil die 16-Bit-Hardware dem Konkurrenten Atari 2600 technisch überlegen war. Später konnte sich das Gerät nicht gegen Hardware unter anderem von Sega und Nintendo durchsetzen.
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