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Spiegelreflexkameras: Gefälschte Nikon D800E im Umlauf

Nikon hat vor dem Kauf nachgemachter Spiegelreflexkameras des Typs D800E gewarnt. Für die umetikettierten Modelle werden keine Garantieleistungen angeboten und keine Reparaturen durchgeführt.
/ Andreas Donath
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Bildschirmmenü einer echten Nikon D800E (Bild: Nikon)
Bildschirmmenü einer echten Nikon D800E Bild: Nikon

Die Nikon D800E ist eine modifizierte und teurere Version der digitalen Spiegelreflexkamera D800. Nikon hat mehrere gefälschte D800E(öffnet im neuen Fenster) entdeckt. Diese wurden über Internetauktionen an die ahnungslose Kundschaft verkauft. Vermutlich stellt es für die Fälscher kein Problem dar, die D800 optisch zu modifizieren, damit sie wie eine D800E aussieht. Technisch ist das kein Problem, weil äußerlich nur der Schriftzug auf der oberen Seite des Gehäuses verändert werden muss.

Nikon D800 – Trailer (Spezifikationen)
Nikon D800 – Trailer (Spezifikationen) (01:26)

Bei der E-Version der Kamera ist der Tiefpassfilter vor dem Sensor nicht vorhanden. Das bringt den letzten Rest der möglichen Schärfe, erhöht aber auch das Risiko von Moiré-Mustern und Farbsäumen an Detailkanten. Der Sensor im Kleinbildformat erreicht eine Auflösung von 36 Megapixeln.

Nikon teilte mit, dass die Garantie des Unternehmens nicht für Produkte gelte, die in betrügerischer Absicht verändert worden seien. Auch würden solche Kameras weder untersucht noch repariert.

Die Kamerafälscher haben es aber offenbar nicht geschafft, auch in die Firmware einzugreifen. Die Option Übersichtsanzeige im Bildschirmmenü blendet auf den eigenen Fotos einen Hinweis zur verwendeten Kamera ein. Steht dort nicht Nikon D800E, handelt es sich um eine Fälschung.

Die Nikon D800E wurde Anfang 2012 vorgestellt. Zur Markteinführung kostete die D800 rund 2.900 Euro, während die D800E für rund 3.220 Euro angeboten wurde. Mittlerweile sind die Preise ein wenig gesunken.


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