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Die Installation des Seafile-Servers
Die Installation des Seafile-Servers (Bild: Screenshot: Golem.de)

Sperrung: Paypal entschuldigt sich bei Dropbox-Alternative Seafile

Die Installation des Seafile-Servers
Die Installation des Seafile-Servers (Bild: Screenshot: Golem.de)

Der Zahlungsabwickler Paypal hat sich in einem ungewöhnlichen Schritt für die Sperrung des deutschen Cloud-Anbieters Seafile entschuldigt. Es ging um den Vorwurf des Verbreitens illegaler Inhalte. Doch Seafile will nicht mehr mit dem US-Konzern arbeiten.

Paypal hat das Konto der deutschen Dropbox-Alternative Seafile nach einer erneuten Überprüfung der Geschäftstätigkeit wieder geöffnet. Das hat Paypal-Sprecherin Sabrina Winter am 22. Juni 2016 Golem.de auf Anfrage mitgeteilt. Das Unternehmen aus dem fränkischen Wiesentheid durfte seit dem 19. Juni 2016 keine Paypal-Zahlungen mehr akzeptieren.

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Paypal hätte Seafile nach deren Darstellung aufgefordert, den Datenverkehr und die Daten der Kunden auf illegale Inhalte zu überprüfen und zu überwachen und detaillierte Statistiken über die Dateitypen vorzulegen, die die Kunden synchronisieren und teilen. Als Seafile sich weigerte, habe das Paypal-Management eine endgültige Einzelentscheidung getroffen, die nicht angefochten oder überprüft werden könne.

Datenschutz: Kern des Paypal-Geschäftsmodells

Nach den Worten von Winter stelle der Datenschutz den Kern des Paypal-Geschäftsmodells dar: "Paypal verlangt nicht und hat noch nie von einem Händler verlangt, dass dieser in die Privatsphäre seiner Kunden eindringt. Als weltweit tätiger Bezahldienstleister muss sich Paypal einen genauen Überblick über die Geschäftstätigkeit eines Unternehmens verschaffen und dabei auch klären, wie dieses Unternehmen geltende Gesetze und Regulierungen erfüllt. Es handelt sich dabei unter anderem auch um Gesetze und Regulierungen, die sich auf das Teilen oder das Verbreiten illegaler Inhalte beziehen, sowie um Richtlinien von Banken und Kartennetzwerken, die in die Paypal-Zahlungsabwicklung involviert sind."

Paypal prüfe diese Fragestellungen auf Einzelfallbasis. "Wir bedauern, dass wir im Fall von Seafile die Situation nicht gleich richtig eingeschätzt haben. Wir bitten um Entschuldigung für jegliche Beeinträchtigungen, die daraus für das Geschäft des Unternehmens entstanden sind", betonte Winter.

Bei Seafile teilte man Golem.de mit, dass sich der Cloud-Anbieter nicht vorstellen könne, wieder vertrauensvoll mit Paypal zusammenzuarbeiten. "Auch wenn wir es begrüßen, dass sie sich entschuldigt haben. Es ist halt frustrierend, wenn man alle bestehenden Paypal-Abos kündigen muss. Wir halten uns die Option aber offen", sagte eine Sprecherin. Man sehe sich nach Alternativen um.


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azeu 26. Jun 2016

Dann hast Du bis jetzt nur Glück gehabt oder Dein Geschäft hängt nicht von den Launen von...

M.Kessel 23. Jun 2016

Ich tippe mal auf Vollstreckungsgehilfe der US Regierung und Lobby, Plus kleiner Helfer...

Lala Satalin... 23. Jun 2016

Lässt sich mein Upload von 20 MBit/s voll ausnutzen?

Schnarchnase 23. Jun 2016

Das ist es auch so gewesen. Niemand kann ernsthaft sein Businessmodell auf Basis eines...

Käx 23. Jun 2016

Nein, nicht wirklich. PayPal ist Zahlungsdienstleister -und nicht die Exekutive. Das...



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