Abo
  • Services:

Spendenkampagne: Gnome kämpft gegen Groupon um Markenrecht

Die Gnome-Foundation wollte gegen die gleichnamigen Marken von Groupon gerichtlich vorgehen. Dafür braucht das Projekt mehrere zehntausend US-Dollar. Groupon zeigt aber weiter Gesprächsbereitschaft.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Gnome-Vorstand geht juristisch gegen die Gnome-Marken von Groupon vor.
Der Gnome-Vorstand geht juristisch gegen die Gnome-Marken von Groupon vor. (Bild: Gnome Foundation)

Seit Monaten streitet sich der Gnome-Vorstand mit Groupon um die Markenrechte an dem Namen Gnome. Nun möchte das Projekt des freien Desktops juristisch gegen die Markenanmeldungen von Groupon vorgehen und diese zumindest teilweise löschen lassen. Um diesen Vorgang zu finanzieren, ruft das Projekt zum Spenden auf.

Stellenmarkt
  1. NÜRNBERGER Lebensversicherung AG, Nürnberg
  2. BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, Berlin

Seit Mai dieses Jahres vertreibt das Unternehmen Groupon ein Kassensystem mit dem Namen Gnome. Die Gnome-Foundation verhandelt seitdem mit den Beteiligten in Gesprächen über eine Lösung, was jedoch bisher nach außen nicht deutlich kommuniziert worden ist. Aus Sicht der Foundation sollte Groupon die Verwendung des Namens Gnome unterlassen, da das Kassensystem ein proprietäres Produkt ist und damit im Widerspruch zu der jahrelangen Arbeit für freie Software durch das Desktop-Projekt steht.

Groupon kam diesem Wunsch nicht nach und hat darüber hinaus weitere Marken mit Bezug zum Namen Gnome in verschiedenen Bereichen angemeldet. Gegen zehn dieser insgesamt 18 Anmeldungen wird die Gnome-Foundation nun juristisch vorgehen. Die Kosten dafür schätzt der Rechtsbeistand von Gnome auf 80.000 US-Dollar.

Die Marke Gnome ist seit 2006 durch das freie Projekt geschützt. Ähnliches gilt für andere bekannte freie Software wie etwa Firefox, Linux oder auch Debian. Für das Projekt ist es unvorstellbar, dass ein so großes Unternehmen wie Groupon den Namen oder das Projekt nicht kennt. Der aktuelle Projektleiter von Fedora, Matthew Miller, bezeichnet das Vorgehen von Groupon angesichts der Tatsache, dass das Unternehmen viel Open-Source-Software einsetze, als "verwirrend, zerstörerisch und respektlos".

Nachtrag vom 11. November 2014, 20:52 Uhr

In einer Stellungnahme gegenüber Golem.de gab ein Sprecher des Unternehmens an, es sei "ein starker und kontinuierlicher Unterstützer der Open Source Community und unsere Entwickler sind aktiv Mitwirkende an einer Reihe von Open-Source-Projekten. Wir sind bereits seit mehreren Monaten mit der Gnome Stiftung im Gespräch. Wir versuchen zu einer für beide Seiten zufriedenstellenden Lösung zu kommen, einschließlich alternativer Namens-Möglichkeiten, und wir freuen uns, diese Gespräche fortzusetzen. Unsere Beziehung zur Open Source Community ist uns wichtiger als ein Produktname. Und wenn wir keine für alle annehmbare Lösung finden, denken wir natürlich auch über einen alternativen Namen nach."

Nachtrag vom 12. November 2014, 0:15 Uhr

Inzwischen hat Groupon bekanntgegeben, auf seine Ansprüche an Marken mit dem Namen Gnome verzichten zu wollen.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Box-Sets im Angebot, z. B. Die Tribute von Panem - Complete Collection für 19,97€ und...
  2. 4,25€

gema_k@cken 12. Nov 2014

Und jetzt nennen sie es MATE ... muahahaha.

lala1 12. Nov 2014

Hätten sie den Konflikt eskaliert wäre das für Groupon ziemlich mies ausgegangen weil das...

anonym 11. Nov 2014

"UPDATE: After additional conversations with the open source community and the Gnome...

janoP 11. Nov 2014

Das ist natürlich berechtigte Kritik, die ich auch teile, solche Namen sollte man sich...

Shred 11. Nov 2014

Es sollte doch genug Firmen geben, die aufgrund eigener Erfahrung nicht allzu gut auf...


Folgen Sie uns
       


Cloudgaming mit dem Fire TV Stick ausprobiert

Wir streamen und spielen mit 60 fps mit dem Fire TV Stick.

Cloudgaming mit dem Fire TV Stick ausprobiert Video aufrufen
Elektromobilität: Regierung bremst bei Anspruch auf private Ladesäulen
Elektromobilität
Regierung bremst bei Anspruch auf private Ladesäulen

Die Anschaffung eines Elektroautos scheitert häufig an der fehlenden Lademöglichkeit am heimischen Parkplatz. Doch die Bundesregierung will vorerst keinen eigenen Gesetzesentwurf für einen Anspruch von Wohnungseigentümern und Mietern vorlegen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. ID Buzz und Crozz Volkswagen will Elektroautos in den USA bauen
  2. PFO Pininfarina plant Elektrosupersportwagen mit 400 km/h
  3. Einride Holzlaster T-Log fährt im Wald elektrisch und autonom

Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

Razer Huntsman im Test: Rattern mit Infrarot
Razer Huntsman im Test
Rattern mit Infrarot

Razers neue Gaming-Tastatur heißt Huntsman, eine klare Andeutung, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen soll. Die neuen optomechanischen Switches reagieren schnell und leichtgängig - der Geräuschpegel dürfte für viele Nutzer aber gewöhnungsbedürftig sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huntsman Razer präsentiert Tastatur mit opto-mechanischen Switches
  2. Razer Abyssus Essential Symmetrische Gaming-Maus für Einsteiger
  3. Razer Nommo Chroma im Test Blinkt viel, klingt weniger

    •  /