Abo
  • IT-Karriere:

Spenden: Wikileaks umgeht Sperre von Visa und Mastercard

Eine Klausel in der Vereinbarung eines französischen Zahlungsdienstleisters mit Visa und Mastercard eröffnet die Möglichkeit, Wikileaks per Kreditkarte Geld zu spenden. Das braucht die Organisation wohl auch: Sie sagt, sie sei fast pleite.

Artikel veröffentlicht am ,
Julian Assange: Verpflichtet, Zahlungen an Carte-Bleue-Kunden abzuwickeln
Julian Assange: Verpflichtet, Zahlungen an Carte-Bleue-Kunden abzuwickeln (Bild: Luke MacGregor/Reuters)

Trotz der Sperre durch die Visa und Mastercard kann Wikileaks wieder Zahlungen per Kreditkarte entgegennehmen: Über eine französische Geldkarte können Spenden an die Organisation eingezahlt werden. Diese braucht sie nach eigenen Angaben dringend.

Stellenmarkt
  1. Psychiatrisches Zentrum Nordbaden, Wiesloch
  2. CYBEROBICS, Berlin

Die französische Organisation Fonds de Défense de la Net Neutralité (FDN2) hat eine Möglichkeit gefunden, die Blockade zu umgehen: Die Spenden werden über die französische Carte-Bleue-Karte abgewickelt. FDN2 ist von der französischen Bürgerrechtsorganisation La Quadrature du Net gegründet worden, um diese zu finanzieren.

Zur Abwicklung verpflichtet

Der Zahlungsdienstleister Groupe Carte Bleue arbeitet mit Visa und Mastercard zusammen. Über deren Kreditkarten kann also Geld an Wikileaks überweisen werden. Möglich ist das, weil die beiden vertraglich verpflichtet sind, Zahlungen, die an Kunden von Carte Bleue gerichtet sind, abzuwickeln. Wikileaks bittet seine Anhänger, von dieser Möglichkeit schnell Gebrauch zu machen, bevor Visa und Mastercard diesen Zahlungsweg ebenfalls blockieren.

Seit die beiden Kreditkartenunternehmen 2010 eine Sperre verhängt haben, ist Wikileaks in akuter Geldnot. Derzeit verfügt die Organisation nach eigenen Angaben über ein Vermögen von weniger als 100.000 Euro. Ende Dezember 2010 waren noch 800.000 Euro auf ihrem Konto.

Eine Million Euro

Um ihre Arbeit fortzusetzen zu können, brauche die Organisation eine Million Euro, erklärte Wikileaks, und das möglichst bald. Davon ist Wikileaks derzeit jedoch weit entfernt: Im ersten Halbjahr 2012 betrugen die Spenden knapp 33.000 Euro. 2011 bekam Wikileaks knapp 140.000 Euro. Dem standen in diesen anderthalb Jahren Ausgaben von rund 900.000 Euro gegenüber.

Möglicherweise legt sich die finanzielle Misere aber bald: Ein isländisches Gericht hat in der vergangenen Woche geurteilt, dass die Zahlungsblockade gegen Wikileaks unrechtmäßig sei. Es hat den Zahlungsdienstleister Valitor angewiesen, die Sperre bis zum 26. Juli aufzuheben. Valitor wickelt in Island die Zahlungen für Visa und Mastercard ab.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-25%) 44,99€
  2. 4,99€
  3. (-47%) 17,99€

Salzbretzel 22. Jul 2012

Wahrscheinlich geht der geringere Teil für die Hostingkosten von Wikileaks drauf. Gibt es...

samy 21. Jul 2012

mein Respekt haben die Leute bei Wikileaks die die ganze Arbeit machen, nicht wenig...

Atalanttore 20. Jul 2012

Auf US-Firmen sollte man sich generell nicht verlassen, aber besonders wenn man gegen den...

HansiHinterseher 20. Jul 2012

Ich verstehe nicht, warum sie Probleme haben Geld zu erhalten? Bevor es PayPal und...

Sharra 20. Jul 2012

Was willst du mit dieser Pseudowährung? Selbst wenn du Milliarden davon hättest, müsstest...


Folgen Sie uns
       


IT-Arbeit: Was fürs Auge
IT-Arbeit
Was fürs Auge

Notebook, Display und Smartphone sind für alle, die in der IT arbeiten, wichtige Werkzeuge. Damit man etwas mit ihnen anfangen kann, ist ein anderes Werkzeug mindestens genauso wichtig: die Augen. Wir geben Tipps, wie man auch als Freiberufler augenschonend arbeiten kann.
Von Björn König

  1. Verdeckte Leiharbeit Wenn die Firma IT-Spezialisten als Fremdpersonal einsetzt
  2. IT-Standorte Wie kann Leipzig Hypezig bleiben?
  3. IT-Fachkräftemangel Arbeit ohne Ende

OKR statt Mitarbeitergespräch: Wir müssen reden
OKR statt Mitarbeitergespräch
Wir müssen reden

Das jährliche Mitarbeitergespräch ist eines der wichtigsten Instrumente für Führungskräfte, doch es ist gerade in der IT-Branche nicht mehr unbedingt zeitgemäß. Aus dem Silicon Valley kommt eine andere Methode: OKR. Sie erfüllt die veränderten Anforderungen an Agilität und Veränderungsbereitschaft.
Von Markus Kammermeier

  1. IT-Arbeitsmarkt Jobgarantie gibt es nie
  2. IT-Fachkräftemangel Freie sind gefragt
  3. Sysadmin "Man kommt erst ins Spiel, wenn es brennt"

Google Maps: Karten brauchen Menschen statt Maschinen
Google Maps
Karten brauchen Menschen statt Maschinen

Wenn Karten nicht mehr von Menschen, sondern allein von Maschinen erstellt werden, erfinden diese U-Bahn-Linien, Hochhäuser im Nationalpark und unmögliche Routen. Ein kurze Liste zu den Grenzen der Automatisierung.
Von Sebastian Grüner

  1. Kartendienst Google bringt AR-Navigation und Reiseinformationen in Maps
  2. Maps Duckduckgo mit Kartendienst von Apple
  3. Google Maps zeigt Bikesharing in Berlin, Hamburg, Wien und Zürich

    •  /