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Ein DDR4-Modul mit Flash-Speicher statt DRAM, Diablo nennt dieses Memory1.
Ein DDR4-Modul mit Flash-Speicher statt DRAM, Diablo nennt dieses Memory1. (Bild: Thomas Coughlin)

NVDIMM: Diablo packt 256 GByte Flash-Speicher auf ein DDR4-Modul

Ein DDR4-Modul mit Flash-Speicher statt DRAM, Diablo nennt dieses Memory1.
Ein DDR4-Modul mit Flash-Speicher statt DRAM, Diablo nennt dieses Memory1. (Bild: Thomas Coughlin)

Kaum ist der NVDIMM-Standard verabschiedet, zeigt Diablo ein erstes DDR4-Modul mit Flash-Speicher. Verglichen mit DRAM soll der Memory1 genannte Speicher die vierfache Kapazität aufweisen.

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Diablo Technologies hat auf dem Flash Memory Summit 2015 ein erstes sogenanntes NVDIMM vorgestellt. Das steht für Non-Volatile Dual In-line Memory Module und bedeutet, dass statt flüchtigem DRAM ein nichtflüchtiger Speicher auf einen Riegel gelötet und in einen DDR-Slot gesteckt wird. Im Falle des von Diablo Technologies eingesetzten NAND-Flash ist der Speicher jedoch bewusst nicht persistent - sprich er ist flüchtig. Die Module haben den Namen Memory1. Der Hersteller bietet die NVDIMMs mit 64 GByte, 128 GByte und 256 GByte Kapazität im DDR4-Formfaktor an.

Erst Ende Mai 2015 hatte das Speichergremium Jedec den NVDIMM-Standard verabschiedet, genauer zwei Standards, wovon einer NVDIMM-F für DDR4-Module mit NAND-Flash statt DRAM beschreibt. NVDIMM ist direkt mit dem Speichercontroller des Prozessors verbunden, was niedrige Latenzen sicherstellt. Anders als Flash wird der Speicher per Byte und nicht in Blöcken angesprochen. Laut Diablo ist der Memory1 für Intels aktuelle sowie kommende Xeon-Chips (Haswell- und Broadwell-EP/-EX) gedacht, die entsprechende Befehle zur Ansteuerung beherrschen. Für den Betrieb ist ein Update des Mainboard-UEFI notwendig, bisher wird einzig Linux unterstützt.

Vorgesehen ist der Speicher unter anderem für sogenannte In-Memory-Berechnungen, bei denen möglichst keine Daten von SSDs oder gar Festplatten geladen werden müssen, sondern durchweg im Systemspeicher liegen. Der Vorteil von NVDIMMs sind die viel geringeren Kosten, da Flash günstiger als DRAM ist, und die höhere Kapazität. DDR4-Module sind derzeit auf extrem teure 64- und praktisch nicht verfügbare 128-GByte-Modelle limitiert, Diablos Memory1 weist pro Modul bis zu 256 GByte auf. Allerdings können nicht nur NVDIMMs im Server verbaut werden, es muss weiterhin DRAM vorhanden sein. Diablo empfiehlt maximal ein 10:1-Verhältnis.

Die Idee der NVDIMMs ist verglichen mit der Standardisierung durch die Jedec recht alt, insbesondere Diablo Technologies hat in den letzten Jahren mehrere Produkte wie die Ulltra-DIMMs veröffentlicht. NVDIMMs wie Memory1 könnten den Server-Markt ähnlich verändern wie Intel es sich für 3D Xpoint erhofft. Diablo verteilt den neuen Speicher bereits an Partner, ab Herbst 2015 soll Memory1 allgemein verfügbar sein.


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Meh Lindi 16. Aug 2015

DDR4 hat theoretisch ungefähr 100 GByte/s (mit 4-Channels), wovon ca. 60% "ankommen...

zKzQP/g 15. Aug 2015

... wenn man bedenkt, wer denn sich auch verdient gemacht hat, um die F&E. Folglich ist...



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