• IT-Karriere:
  • Services:

Speichertechnik: Microsoft stellt automatischen DNA-Speicher vor

In Zukunft sollen Daten auf DNA-Strängen gespeichert werden. Um das zu ermöglichen, müssen Daten automatisiert gespeichert und ausgelesen werden. Microsoft Research hat ein entsprechendes System entwickelt. Nur die Schreib-und Lesegeschwindigkeit lassen noch zu wünschen übrig.

Artikel veröffentlicht am ,
Automatisierter DNA-Speicher: handelsübliche Laborausstattung
Automatisierter DNA-Speicher: handelsübliche Laborausstattung (Bild: Microsoft)

Desoxyribonukleinsäure (DNS, Englisch: Desoxyribonucleic Acid, kurz DNA) ist ein Speicher, in dem das Erbgut abgelegt ist. Seit Längerem wird daran gearbeitet, DNA auch als Datenspeicher einzusetzen. Forscher in den USA haben das erste System vorgestellt, das Daten automatisiert in DNA speichern und auch wieder auslesen kann.

Stellenmarkt
  1. BASF Services Europe GmbH, Berlin
  2. KION Group AG, Frankfurt am Main

Es handelt sich um eine Gemeinschaftsarbeit von Microsoft Research und der Universität von Washington in Seattle. Um zu zeigen, dass das System, das sie in der Fachzeitschrift Nature Scientific Reports vorstellen, funktioniert, haben sie das Wort "hello" zuerst in Strängen künstlicher DNA abgelegt und anschließend wieder lesbar gemacht. Das ist laut Microsoft ein wichtiger Schritt von der Labor- zur serienreifen Anwendung.

Daten werden in einem DNA-Strang gespeichert, indem die Nullen und Einsen der digitalen Daten in Adenin (A), Cytosin (C), Guanin (G) und Thymin (T) umgewandelt werden - das sind die Basen, aus denen DNA besteht. Anschließend werden mithilfe handelsüblicher Laborausrüstung und bestimmten Chemikalien DNA-Stränge hergestellt, die in einem Gefäß gelagert werden.

Zum Abrufen der gespeicherten Daten wird die DNA-Sequenz gelesen und die Daten in ein Format umgewandelt, das ein Computer versteht. Die Forscher haben gezeigt, dass das funktioniert. Allerdings ist das System noch sehr langsam: Die fünf Bytes zu speichern, dauerte nach Angaben der Forscher 21 Stunden, das Auslesen sechs Minuten.

Microsoft forscht seit einigen Jahren an dem Speicher aus künstlich hergestellter DNA. 2016 schafften es die Microsoft-Forscher, 200 MByte an Daten in DNA zu speichern, was damals einen Rekord darstellte. Inzwischen sind sie bei einem GByte.

Ein Vorteil des DNA-Speichers ist, dass er sehr dauerhaft ist: Es ist heute noch möglich, die DNA von längst ausgestorbenen Tieren zu entziffern. Ein weiterer ist die hohe Speicherdichte: Auf einen Kubikmillimeter DNA sollen eine Milliarde Gigabyte an Daten passen. Das gesamte Internet würde sich demnach in einem Speicher von der Größe eines Schuhkartons ablegen lassen.

Ziel des Projekts sei, irgendwann einen Cloud-Speicherdienst zu haben, der für den Endnutzer einem heutigen Cloud-Service sehr ähnlich sei, sagt Microsoft-Wissenschaftlerin Karin Strauss: "Bits werden an ein Rechenzentrum geschickt und dort gespeichert und erscheinen genau dann, wenn der Kunde sie haben will."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. HP Omen 25 FHD/144 Hz für 169€, MSI Optix MAG271CQP WQHD/144 Hz für 339€ und...
  2. 159€ (neuer Tiefpreis)
  3. 119,90€ (Vergleichspreis 148,95€)
  4. 69,99€ (Vergleichspreis 105,98€)

slemme 08. Jul 2019

Musk wäre da glaube ich der bessere Ansprechpartner :D

slemme 08. Jul 2019

Ich habs in der Schule noch als DNS gelernt, zumindest als deutsche Schreibweise, ist...

hG0815 24. Mär 2019

1. Sind Steintafeln instabiler - die Information geht dort schneller verloren durch...

Sinnfrei 22. Mär 2019

Kaum wurde der Markt durch die holographischen Speicher revolutioniert kommt nun bereits...


Folgen Sie uns
       


Nubia Z20 - Test

Das Nubia Z20 hat sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite einen Bildschirm. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten der Benutzung, wie sich Golem.de im Test angeschaut hat.

Nubia Z20 - Test Video aufrufen
IT-Gehälter: Je nach Branche bis zu 1.000 Euro mehr
IT-Gehälter
Je nach Branche bis zu 1.000 Euro mehr

Wechselt ein ITler in eine andere Branche, sind auf dem gleichen Posten bis zu 1.000 Euro pro Monat mehr drin. Welche Industrien die höchsten und welche die niedrigsten Gehälter zahlen: Wir haben die Antworten auf diese Fragen - auch darauf, wie sich die Einkommen 2020 entwickeln werden.
Von Peter Ilg

  1. Softwareentwickler Der Fachkräftemangel zeigt sich nicht an den Gehältern

Ryzen Mobile 4000 (Renoir): Lasst die Ära der schrottigen AMD-Notebooks enden!
Ryzen Mobile 4000 (Renoir)
Lasst die Ära der schrottigen AMD-Notebooks enden!

Seit vielen Jahren gibt es kaum Premium-Geräte mit AMD-Chips und selbst bei vermeintlich identischer Ausstattung fehlen Eigenschaften wie eine beleuchtete Tastatur oder Thunderbolt 3. Schluss damit!
Ein IMHO von Marc Sauter

  1. HEDT-Prozessor 64-kerniger Threadripper schlägt 20.000-Dollar-Xeons
  2. Ryzen Mobile 4000 AMDs Renoir hat acht 7-nm-Kerne für Ultrabooks
  3. Zen+ AMD verkauft Ryzen 5 1600 mit flotteren CPU-Kernen

Elektroautos in Tiefgaragen: Was tun, wenn's brennt?
Elektroautos in Tiefgaragen
Was tun, wenn's brennt?

Was kann passieren, wenn Elektroautos in einer Tiefgarage brennen? Während Brandschutzexperten dringend mehr Forschung fordern und ein Parkverbot nicht ausschließen, wollen die Bundesländer die Garagenverordnung verschärfen.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Mercedes E-Econic Daimler elektrifiziert den Müllwagen
  2. Umweltprämie für Elektroautos Regierung verzögert Prüfung durch EU-Kommission
  3. Intransparente Preise Verbraucherschützer mahnen Ladenetzbetreiber New Motion ab

    •  /